Omas Teich durch Bestatter gefährdet?

Seit  mehr als 10 Jahren gibt es ein Festival der etwas besonderen Art: Omas Teich. Im hohen Norden, im ostfriesischen Flachland trafen sich einst einige Musik-Freunde, um eine Party zu feiern. Dann kamen Live-Bands hinzu, erst wenige, dann immer mehr und nun hat Omas Teich 2010 (30. und 31. Juli in Großefehn/Ostfriesland)  ein wirklich sehenswertes Line-Up. Fettes Brot und Kettcar geben sich dieses jahr die Ehre und spielen als Headliner. Dazu kommen eine Menge von weiteren bekannten Bands.
In den letzten Jahren lauschten Tausende der Musik, machten bei verrückten Spielen mit und hatten einfach eine Menge Spass. So sollte es auch dieses Jahr sein, doch es scheint einige Spielverderber zu geben:
Ein Bestatter versucht nun, das Festival zu stoppen.



Zwei Anwohner und eben jener Bestatter sind mit einem Eilantrag vor Gericht gezogen. Wie die NordWestZeitung in einem großen Bericht am Sonnabend schreibt, steht hier noch die Entscheidung des Gerichts aus. Diese wird es wohl erst kurz vor dem Start des Festivals geben.

Bei vielen Besuchern herrscht nun eine gewisse Unsicherheit, ob das Festival steigen wird. Viele haben schon Urlaub genommen und bereiten sich auf das Campen vor. Doch die Organisatoren sind sich sicher, dass Omas Teich 2010 an den Start geht

Die Veranstalter entgegnen, dass alle Auflagen zum Beispiel zum Lärmschutz erfüllt seien.
Im Forum auf der Homepage des Festivals gibt es auf einen entsprechenden Kommentar folgende Antwort:
„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Die Einhaltung der gesetzlichen Lärmgrenzwerte und der übrigen gesetzlichen Vorgaben sind von unserer Seite sichergestellt. Solche Eilanträge von Nachbarn sind vor Großveranstaltungen keine Seltenheit – aber wir sind bester Dinge, dass das Verwaltungsgericht die Einschätzung aller im Vorfeld beteiligten Behörden teilt, dass unser Festival entsprechend unserer Planung ablaufen kann.“

Ich kann auch nicht nachvollziehen, dass ein Veranstalter so unter Druck gesetzt wird. Hier auf dem flachen Lande gibt es schon lange die Tradition von Jahrmärkten, Zeltfesten und Schützenfesten. Auf diesen Veranstaltungen wird schon immer laute Musik gespielt und bis in die Morgenstunden gefeiert. Schützenkapellen wecken frühmorgens die Bewohner, Schützenumzüge mit Marschmusik werden in den Dörfern veranstaltet. Auch die großen traditionellen Umzüge zum Erntedank und zu den Marktverantaltungen sind nicht eben leise.

Diese norddeutsche Tratitionen gilt es zu bewahren. Zwei bis dreimal im Jahr ein wenig Unruhe dürfte keinen aus der Ruhe bringen. 

Wenn das Gericht den Klägern stattgibt, so ist zu befürchten, dass es bei jeder Open-Air-Veranstaltung solche Klagen geben wird. Diese genannten Veranstaltungen richten sich nicht nur an junge Menschen, sondern an die gesamte Bevölkerung.

Aufforderung an das Gericht: denkt an die norddeutsche Kultur und lasst euch nicht von einigen Wenigen unter Druck setzen!


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3 Kommentare

  1. Gerichtsverfahrer

    Finde echt nicht OK, wenn einige wenige den Spaß von vielen durch Kleinkrämerei verderben wollen. Wäre schade um das über die Jahre doch recht groß gewordenen Festivals.

  2. Florian

    Hallo,

    finde es echt nciht gut, dass sich immer wieder Quertreiber gegen den Willen einer Masse setzen. Es ist einmal im Jahr nicht jeden Tag! Die Leute wollen Spaß haben und feiern!!! Es ist gut für eine Region Kultur auch einmal zuzulassen!!!

    Macht weiter so!

  3. Bernd

    das ist echt der Hammer!! Naa denn auf gute Nachbarschaft würde ich sagen.

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