Jean Michel Jarre Konzertbericht 28.05.2009 in Koblenz – Sporthalle Oberwerth

Pünktlich um 21:30 Uhr betraten drei in schwarz gekleidete Musiker die Bühne, die mit vielen, vor allem alten, Keyboards, Synthesizern und allerlei musiktechnischen Gimmicks, aber auch Trommeln und Becken zugebaut worden war.

Die Laser projizierten zwei wie Gazetücher wirkende Dreiecke auf die Bühne. Eine Hand durchbrach das stoffliche Licht und Jean Michel Jarre im schicken weißen Hemd betrat sichtlich gutgelaunt das Geschehen und die Zuschauer spendeten bereits großzügig Applaus.



Die Sporthalle Oberwerth in Koblenz war Austragungsort des einzigen Deutschlandkonzerts auf der Welttournee „In>Door“ des Vorzeigekünstlers des elektronischen Mainstream. Jean Michel Jarre ist mit seinen mittlerweile 60 Lenzen noch einmal auf den Bühnen zu sehen, „mit den alten Sachen“ wie er selbst zugibt. Unterstützt von den drei Musikern Francis Rimbert, Dominique Perrier und Claude Samard, spielte er vor allem die Stücke der ersten Alben „Oxygene“, „Equinoxe“, „Magnetic Fields“ und „Rendez-Vous“.

Ja! Er spielt sie wirklich! Live! Und verspielt sich auch mal – was ihn ja sympathisch macht. Auf dem Originalequipment der Anfangszeit werden die einzelnen Stücke der Alben in neuem Gewand wieder lebendig. Lebendiger denn je werden die einzelnen Teile der Alben neu interpretiert. Aus den schnellen Parts werden von satten Bässen untermalte tanzbare Pop-Melodien. Das Publikum ist dankbar und geht gut mit und wird immer wieder vom Künstler animiert, im Rhythmus mitzuklatschen. Leider ist die Halle komplett bestuhlt und so springt der Funke erst richtig bei der ersten Zugabe über, wo alle aufstehen und die Musiker unterstützen.

Jean Michel Jarre kommt beim Publikum am besten mit den schnellen Stücken an, immer wieder bearbeitet er dabei nicht nur seine Keyboards und diversen Gerätschaften, sondern nutzt sichtlich mit großem Spaß Becken und Schlagzeugpads. Zur musikalischen Basis der Mitmusiker spielt er die eingängigen Lines seiner bekannten Tracks. Auf einer Roland AX und dem legendären Umhänge-Synthesizer – dem Moog Liberation – spielt er Soli wie ein Lead-Gitarrist in einer Rockband. Auch seinen Theremin, das wohl erste elektronische Musikinstrument mit seinen zwei Antennen, hat er auf die Bühne stellen lassen und als einer der wenigen, die dieses Instrument spielen können, lässt er es sich nicht nehmen, einen Solopart zum Besten zu geben.

Höhepunkte sind die Soli an der Laserharfe, die am vorderen Bühnenrand installiert ist und per Fußpedal quasi wie ein mehrfach unterteiltes Laserschwert alá „Krieg der Sterne“ sich entfaltet. Mit weißen Handschuhen unterbricht er die Strahlen und triggert damit den Sound an. Besonders eindrucksvoll ist dies bei „Second Rendez-vouz Part 3″, einem meiner Lieblingsstücke von Jarre.

Die Laser- und Lichtshow wusste zu beeindrucken und untermalte die Musik gekonnt. In der ursprünglichen Ankündigung zur Tournee auf der Homepage war auch noch von HD-Videoeinspielungen die Rede: Die gab es definitiv nicht.

Jean Michel Jarre ist ein echter Entertainer bzw. Rockstar. Er versteckt sich nicht seinen Keyboard-Burgen, sondern sucht den Kontakt zum Publikum und nimmt die Energie aus dem Saal auf und setzt sie in Musik um. Seine „alten“ Stücke sind im 21. Jahrhundert angekommen und zeitgemäß. Also kein Runter spielen sondern ein wirkliches Musizieren. Es gibt zwar Sequenzen aus der Maschine, aber dazu agieren die Musiker und es gibt genügend Freiraum zur Improvisation bzw. Interpretation. Vor allem Claude Samard setzte dabei Akzente durch seine Percussion und Trommeln.

Ein sehr gelungenes Konzert mit Musikern und Fans, die Spaß an der Musik haben.

Ein paar Fragen stellen sich noch, die nicht mit Jean Michel Jarre als Künstler, aber mit dem Konzert mittelbar zu tun haben.

Da kommt Jean Michel Jarre (!) zu einem einzigen (!) Konzert in Deutschland nach Koblenz. Das bedeutet, dass viele Fans lange Anreisen per Auto auf sich nehmen werden. Warum gibt es denn bereits eine Stunde vor dem Konzert keine Parkplätze an der Halle? Mein Auto musste ich gefühlt in Bonn abstellen …

Weiterhin frage ich mich, warum das einzige Deutschlandkonzert in der Sporthalle Oberwerth stattfinden muss. Für Sportevents mag das Teil ja ganz nett sein, aber für Konzerte hat der hässliche Zweckbau kein Flair. Da hätte es zentral in Deutschland bestimmt bessere Alternativen gegeben.

Ein weiterer Tadel geht an die Security, die bestimmt ihre Anweisungen hatte. Aber oben auf der Bühne animiert Jean Michel Jarre das Publikum zum Mitmachen und direkt vor der Bühne – ich saß in der zweiten Reihe Mitte -wurde alle, die ein bisschen Stimmung machen wollten, sofort des Feldes verwiesen.

Ein wenig mehr Feingefühl, meine Herren in Schwarz. Ihr habt schon immer böse genug geguckt, da wäre sicher nicht sicherheitsrelevantes passiert.

Oder waren das Auflagen des TÜVs wegen der Laser?

Alles in allem aber wirklich ein lohnenswertes Event, das auch weite Anfahrten rechtfertigte und zeigte, dass Jean Michel Jarre auch heute noch musikalisch etwas zu sagen hat.

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27 Kommentare

  1. Ingo Wollny

    Guter Artikel zu einem guten Konzert, der zum künstlerischen Inhalt keines Komentares bedarf.
    Zustimmung gibt es bei der Kritik am Veranstaltungsort. Die Akustik ist in der Halle für Konzerte absolut ungeeignet. Als Veranstaltungstechniker weiß ich, daß der beste Klang zwar im Umfeld des FOH Mixers ist aber daß man 10 m weiter rechts derart von Höhen beschossen wurde lag mit Sicherheit nicht an den fähigen Technikern. Vermutlich hat die Positionierung der PA hinter der Bühne auch die Musiker ungünstig beeinflußt, denn das Monitoring muß ja den Schalldruck übertönen was in unmittelbarer Nähe der Quelle nicht einfach ist.
    Mein Platz war auf der Tribühne H ganz oben wo man auch von den Laser’n getroffen wurde. Aber auch hier sprangen die Herren in schwarz ganz aufgeregt hin und her immer einen im Visir der seine Kamera länger oben hielt. Ein Fan, es war ein Herr mit gelben Hemd und blauer Kravatte wurde regelrecht durch die Halle gejagt. Er hatte wohl seinen Platz auf der Seitentribüne und versuchte mehrmals eine gute Fotoposition einzunehmen. Was eben Security Mitzarbeiter zu verhindern versuchten.
    Auch die Ankündigung mit der Verschiebung der Anfangszeit wegen „Produktionstechnischen Gründen“ hätte es in anderen Hallen nicht gegeben, denn Konzerthallen sind von sich her schon dunkel und man braucht nicht auf den Sonnenuntergang zu warten damit die Licht und Lasershow wirkt. Warscheinlich wurde der Veranstaltungsort im Winter ausgewählt.
    Aber genug gemeckert, das Konzert war super und wenn Jean Michel mal wieder ein Konzert in Deutschland geben sollte wird man sicherlich einen anderen Austragungsort finden. Leipzig 1997 war eine ganz gute Lösung.

  2. Ralf (Beitrag Autor)

    Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Das Konzert war wirklich gut!

  3. Carsten

    Hallo Ralf,
    ich kann Dich nur beglückwünschen einer der „Auserwählten“ gewesen zu sein der Jean-Michel Jarre gestern live sehen konnte.
    Ich vermochte dies leider nicht. Als eingefleischter Fan seit knapp 30 Jahren schmerzt das dann doch etwas. Wollen mal hoffen dass von der Tour eine DVD erscheint, ist immer wieder ein besonderes Ereignis den „alten“ Jean-Michel zu hören und zu sehen.

    Viele Grüße

  4. Ralf (Beitrag Autor)

    @Carsten: Ich bin ja auch schon Fan seit dem erstem Album und wollte JMJ mal live sehen. Es hat sich wirklich gelohnt, obwohl der Aufwand schon groß gewesen ist. Habe heute mit dem Auto über sechs Stunden zurück gebraucht. Es waren Mikros aufs Publikum gerichtet, vielleicht ist ja für eine Live-DVD mitgeschnitten worden …

  5. Ralf (Beitrag Autor)

    @ Ingo: Ich fand den Sound am Anfang des Konzert sehr enttäuschend. Wurde dann aber besser.

  6. Mathias

    Vielen Dank, toller Artikel. Wir sind aus Gießen für das Konzert angereist, waren zuerst etwas angenervt, daß der Veranstaltungsbeginn noch weiter nach hinten geschoben wurde. ALs wir dann die Halle von innen sahen, wurde uns aber klar warum. Zuerst wollte sich eigentlich so gar kein Konzertfeeling entwickeln, als es dann endlich dunkel wurde, war es gleich um Längen besser. Wie man eine solche Halle auswählen konnte, wird mir ein Rätsel bleiben. Sie hat im Prinzip -wenn ich mich nicht verschätze – eine ähnliche Größe wie die Jahrhunderthalle in Frankfurt/Höchst. Auch der Termin an sich lag wohl eher unglücklich, sicherlich ein Grund dafür, daß die Halle nicht ausverkauft war.
    Das Konzert selber fanden wir total super, Best of JMJ und dazu eine absolut gelungene Lightshow (ich muß gestehen, es war mein erstes JMJ Konzert und ich habe keinen Vergleich zu früheren Konzerten).
    Den Sound fand ich jetzt aber gut, nur sehr höhenlastig, ‚beschossen‘ wie Ingo schrieb, ist der richtige Ausdruck.
    Aber Alles in Allem ein tolles Konzert und wem ich heute erzählt habe, daß wir da waren, hat uns beneidet.
    P.S. Parken: Das Parkleitsystem ist m.E. sehr unübersichtlich. Wir haben an der Moselwies geparkt und bekamen dann noch eine kleine Stadtrundfahrt geboten. Auf der Rückfahrt hatte es der Fahrer noch nicht mal nötig, die Haltestellen anzusagen.

  7. Ralf (Beitrag Autor)

    Das Parkleitsystem war wirklich unausgegoren. Relativ spät kamen wohl Schilder, dass an der Halle nicht mehr geparkt werden konnte, was alledings dennoch zu einigen Staus an der Halle führte.

  8. Ralf (Beitrag Autor)

    Ich hatte im Vorfeld des Konzertes noch ein nettes Erlebnis. Es fand ein Inliner-Lauf statt und eine nette Läuferin kam auf mich zu und fragte, was an der Halle los sei. Ich erzählte ihr vom Konzert und sie konnte mit JMJ etwas anfangen.

  9. Björn

    Fand das Konzert auch super. Jean Michel wirkte begeistert wie ein Kind im Spielzeugladen. Saß vorne links und fand den Sound ganz OK, wenn auch brüllend laut.
    Die Halle war wirklich mal ein Witz. Muss ja verdammt günstig zu mieten gewesen sein, denn irgend ein anderes Argument um dort ein Konzert zu veranstalten kann ich beim besten Willen nicht erkennen. Die Akkustik in der Halle war ein schlechter Scherz, und dann restliches Tageslicht bei einer Veranstaltung mit Lasershow… Hallo? Wer das gebucht hat, gehört mehrmals mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen.
    Und die Security-Leute waren ja selbst an Security-Standards gemessen selten dämliche Hitzköpfe. Unfassbar was die für eine Show geboten haben.
    Bloß gut, dass das Konzert selbst halt so gut war. So brauchte man sich nicht lange zu ärgern, sondern konnte sich von den druckvoll interpretierten Klassikern einfangen und mitreißen lassen.

  10. Kai

    Ein wundervoller Abend mit echten JMJ Klassikern. Laser Harfe und LAser Show waren sensationell und die Neugestaltung der guten alten Stücke war toll.
    Der Kritik an der Halle und dem Termin kann ich mich nicht in vollem Umfang anschließen.
    1. Parkplätze: Es ist nun mal eine Sporthalle und da muss man zu allen Terminen etwas früher kommen und nicht erst auf den letzten Drücker. Vergleich hierzu Jarre in Hamburg 1997, da war das Konzert in der Alsterdorfer Sporthalle, die Parkplatzsituation war mehr als bescheiden.
    2. Security: Die haben nun mal ihre Anweisungen und können vielleicht nicht wirklich anders handeln. Die werden schließlich auch bei Teeniebands eingesetzt und was da los ist brauche ich wohl keinem zu erzählen.
    3. Sound: Stimmt, teilweise waren es enorme Höhen die dort eingepielt wurden, war allerdings nicht unangenehm.
    4. Halle: Warum soll man nicht in einer Sporthalle spielen? Im CCH in Hamburg bei der letzten Tour waren höchstens 2/3 der Halle besetzt. Es spricht doch für den Künstler, sich den jeweiligen Begebenheiten anzupassen und die bestmögliche Show zu geben.
    5. Anfahrt: Wer Jarre kennt, weiss, das er an den „unmöglichsten“ Stellen Konzerte geben kann. Natürlich wäre mir auch eine Halle in der Nähe lieber, allerdings war ich auch in Mont St. Michel, was auch nicht grad leicht zu erreichen war (wer da war, weiss was ich meine).
    Ich hoffe das Jarre während seiner World Tour noch das ein oder ander Mal in Deutschland auftreten wird und es vielleicht auch mal schafft ein Open Air in Deutschland zu veranstalten. Hier wäre sicherlich die Frankfurter Skyline ein geeigneter Ort.

  11. Mailanundjo

    Auch ich “ alter “ JMJ Fan durfte das Konzert erleben. Mir hat es sehr gut gefallen, wobei es Stellenweise arg lau war.
    Daher von mir …Top….
    Da ich direkt in Koblenz wohne konnte ich zufuß nach Oberwerth gehen.

  12. Carsten

    Schön sich auch mal mit anderen Jarre Fans zu unterhalten. War im Mai 1997 in Stuttgart, mein erstes und vorerst letztes Konzert. Unvergessen natürlich der 14.Juli 1990 in La Défense, Paris, in meinen Augen das beste Konzert dass Jarre je gab. Houston, Lyon, Sahnestücke der Musikgeschichte. Wie schon oben gesagt, Glückwunsch an alle die Jarre in Koblenz live erleben durften.
    Auf YouTube sind übrigens schon 3 Videos aus Koblenz zu sehen.

  13. walter schenk

    Hallo,
    ich war auch in Koblenz (Block H) und muß sagen jean michel jarre muß man einmal gesehen haben. Es war einfach genial, die neuaufgelegten Klassiker, die man schon so oft gehört hat, nocheinmal zu live hören. Bewundernswert fand ich den Elan mit dem er, ich glaube es waren fast 3h (ca. 21:45h – 23:30h) uns seine energiegeladene show bot. Resepkt, ich hoffe das auch ich so fit mit 61 Jahren noch bin.
    In der Rhein-Zeitung (Print) von diesem Wochende ist ja auch ein kleiner Bericht mit Bild. Den Bericht finde ich grottenschlecht, da dieser viel zu oberflächig ist. Hat jemand einene Link zur online Version?
    Kennt sich ja jemand hier von euch mit wikipedia aus, da müßte mal jemand seine Daten auf den neusten Stand bringen.

    unter dem Link homepage habe ich mal einen deeplink zu einem Konzert-Foto gesetzt. ( 4,98 MB , jpeg)

  14. Walter Schenk

    Hallo bin da bei youtube über was gestolpert…Jean Michel Jarre gibt seine Musik an alle die etwas Kreatives erschaffen wollen frei und lobt eine persönliche Überraschung für die besten Drei aus.
    Deadline ist Ende der Tour.
    siehe deeplink: http://www.youtube.com/watch?v=BhO7ZFxMEN8&feature=channel

    unter dem Link homepage (auf Namen klicken-> Walter Schenk) habe ich wiedermal mal einen deeplink zu einem Konzert-Foto gesetzt, diesmal ist der großzüge Meister mit seinem AX zu sehen. ( 4,99 MB , jpeg)

  15. Carsten

    Hallo Walter,
    gib mal
    http://rhein-zeitung.de/ im Browser ein, dann Jean Michel Jarre bei Suche. Kostet aber eine Gebühr, zumindest bei Auswahl „Zeitung“.
    Sind wir aber mal ehrlich, diese Kritiken kann man in der Pfeife rauchen. Derjenige der Jarre’s Musik vom Grunde her mag und versteht lässt sich nicht von irgendeinem dahergelaufenen Kritiker irritieren. Das war schon immer so. Mein Motto: Jarre is the Best!

    Gruß

  16. Stefan

    Hallo zusammen,

    hier wurde ja schon einiges über Location und Sound geschrieben. Ich hatte das Glück, in Block E, also mittig direkt gegenüber der Bühne zu sitzen, wo die Sicht genial war und der Sound es sein sollte. Er war es nicht. Alles war maßlos übersteuert, wenn auch der Sound nach dem zweiten Song eeeeetwas besser wurde.
    Ich sehe allerdings überhaupt keinen Grund, wie man das entschuldigen kann. Die Techniker haben sich bei dem alles andere als günstigen Kartenpreis offensichtlich nicht einmal die Mühe gemacht, einen Soundcheck durchzuziehen, sonst hätte sich ja nach dem zweiten Song nichts (wenn auch nur minimal) verbessert.
    Und das kann man wohl, auch wenn’s den Hardcore-Fans wehtun wird, nur JMJ und Team anlasten. Da kann er noch so gutgelaunt über die Bühne hüpfen und sich verspielen (schön, wenn man das sympathisch finden kann), es ist enttäuschend.
    Und was das Musik-Verständnis angeht: JMJ ist ein Klassiker, den man im historischen Kontext sehen muß. Zu Zeiten von Oxygene und Equinoxe war er sicherlich innovativ. Wenn der dargebotene „new song“ (wie auch immer er heißt) repräsentativ für den heutigen Jarre ist, dann ist der Mann auf dem Weg zum Instrumental-Schlager-König. Leider

  17. Matthias

    Das Konzert hat mir auch sehr gut gefallen. Ich fand es auch weder zu laut noch zu höhenlastig. Wie mir Francis Rimbert nach dem Konzert sagte, war die Positionierung der Lautsprecher hinter der Bühne wohl tatsächlich ein Problem für die In-Ear-Monitore der Musiker.
    Obwohl die Halle verhältnismäßig klein und auch nicht ausverkauft war, war die Stimmung super. Also, ich habe gesehen, dass das Publikum schon bei Equinoxe 4, also ziemlich früh während der Show aufgesprungen ist und nicht erst bei der letzten Zugabe.
    Inwieweit Jarre das Theremin wirklich spielen kann, nun darüber läßt sich streiten. Allerdings hat er es diesmal dezent und behutsam eingesetzt. Aber ich finde, es hat sich inzwischen etwas abgenutzt.
    Zur Frage der Parkplätze: Die Beschilderung, dass die Parkplätze an der Halle belegt seien, hing schon am Nachmittag, als noch mehr als genug Plätze vorhanden waren.
    Die Security fand ich auch etwas nervig, vor allem kamen sie sich ja recht wichtig vor. Dass sie keinen vor die Bühne gelassen haben, hatte aber meiner Ansicht nach nichts mit den Lasern, wohl aber mit den vor der Bühne aufgestellten Scheinwerfern zu tun, denn auch beim Konzert in Zürich zwei Tage später, durfte niemand direkt vor die Bühne. Das Publikum hat sich davon jedenfalls nicht stören lassen. Dass die Herren in Schwarz aber sogar Jarres Managerin, die vor der Bühne Fotos machte, verjagen wollten, war schon ziemlich peinlich…
    In Zürich lief mir übrigens zufällig mittags Jean-Michel beim Sightseeing über den Weg. Und er erzählte mir, dass er im nächsten Jahr 12 (in Worten: zwölf!) Konzerte in Deutschland plane… Gegen die Skyline in Frankfurt als Kulisse hätte ich auch nichts einzuwenden…

    Gruß
    Matthias
    jarrelook.de
    Jean Michel Jarre Fanclub Germany

  18. Ralf (Beitrag Autor)

    @ Stefan: Das „sympathische“ Verspielen zielt darauf, dass es eben zeigt, dass doch eine Menge live eingespielt wird und nicht alles vom Sequenzer kommt. JMJ ist sicherlich zur Zeiten von „Oxygene“ neben anderen wie z.B. Kraftwerk als jemand zu sehen, der die elektronische Musik massenkompatibel gemacht hat.
    Das er einen Hang zu zum Teil schnulzigen Melodien hat, zeigen seine Platten. (Ich mag diese Tracks nicht so.)

  19. Ralf (Beitrag Autor)

    @ Matthias: Das Mitgehen der Fans ist vorne dann ziemlich spät angekommen …
    Das mehrfache Kontrollieren der Fotografin war wirklich peinlich, zumal zu sehen war, das Jean Michel stellenweise regelrecht in Pose für sie ging und sie einen Ausweis sichtbar getragen hat.
    Die Info, dass es nächstes Jahr ein paar mehr Konzerte in Deutschland gibt, ist super. Man kann sich also schon mal freuen!

  20. Oliver

    Hallo Ralf,

    sehr schöner Konzertbericht, dem kann ich fast nur zustimmen.

    Ich kam mit dem Glück, hatte also keine Probleme zur Halle zu kommen und auch wieder von ihr weg. Aber auch mir war es schleierhaft, warum er diese Location auswählte. Ich selbst sass auch in Block E und hatte vorallem bei der Variaton III Probleme mit den Ohren, denn die Höhen aus den Impro auf der Liberation pfeiften sehr. Für Zürich kaufte ich mir dann auch Ohrenstöpsel, wobei wie ich lernen musste, die Schweizer vor jeden Konzert welche verschenken.
    Dort sass ich dann im Innenraum, wo der Klang bedeutend ausgeglichener war.

    Alles in allem, war es einer der Konzerte von Ihn, weshalb ich seine Bühneautritte so liebe. Coole Lasereffekte, fette Bässe, super Arrangements und schöne Lieder.

  21. Carsten

    2010, 12 Konzerte in Deutschland?? Kann ich fast nicht glauben. Ware zu schön um wahr zu sein. Dazu sollten wir alle mal hier in Kontakt bleiben. Wenn jemand etwas hört, bitte sofort um Info. Zum Sound, schon 1997 in Stuttgart war es doch recht laut. Teilweise recht unangenehm. Es ist halt doch ein Unterschied zwischen CD/DVD und „live“. Macht aber nichts, allein für die Tatsache Jarre live erleben zu dürfen nimmt man einiges in Kauf. Eine kleine Halle in Koblenz erfüllt eben nicht die Hemisphäre die ein Jarre braucht. Wie Matthias schon sagt, die Skyline von Frankfurt ist in Deutschland einzigartig. Houston lässt grüßen. Freuen wir uns mal auf 2010, hoffe da wird was draus.

  22. Peter

    Hallo JMJ-Fangemeinde,

    da am Mittelrhein meine Wurzeln sind und ich nunmehr seit Jahren in Köln lebe, war ich umso mehr überrascht, das JM in Koblenz auftritt – die Halle, na ja! Das Konzert – spitzenmäßig, Open Air wäre das ein Knaller gewesen, z.B. auf einem Schwimmpondon auf der Mosel oder Rhein. Das beste Konzert von ihm war 1990 in Paris, La Defensé – ich kann nur sagen – großartig. Als JMJ-Fan der ersten Stunde (eine meiner ersten Platten war von ihm) kann ich es kaum ewarten, bis die Tourneedaten für 2010 rauskommen. Alles wäre jedoch besser, als die Sporthalle Oberwerth in Koblenz. und was das alberne Kontrollieren der Videoaufnahmen von den Security-Brechern bedeuten sollte, ist mir bis heute schleierhaft.
    See you in 2010 by JMJ…Peter

  23. Matthias

    Hallo zusammen,

    die Tourneedaten von Jean Michel Jarre für 2010 sind raus:
    03.03.2010 Braunschweig, VW-Halle
    04.03.2010 Hamburg, Colorline Arena
    05.03.2010 Berlin, Max-Schmeling-Halle
    06.03.2010 Oberhausen, König-Pilsener Arena
    09.03.2010 Stuttgart, Porsche-Arena
    11.03.2010 Leipzig, Arena
    12.03.2010 Bamberg, Jako-Arena
    13.03.2010 München, Olympiahalle
    14.03.2010 Mannheim, SAP-Arena

    Viele Grüße
    Matthias

  24. Adrian

    Hallo zusammen!!!
    Kann mir jemand den Titel des Stückes nennen das JMJ in Koblenz als erstes gespielt hat. War live dabei und ich kenne auch alle Stücke die er gespielt hat. Bloss das eine (erste!!) nicht. Habe auch alle Alben die ich besitze durch. Leider ohne erfolg!!!
    Gruß

  25. Pingback: Mein persönlicher Jahresrückblick | Das ist mein Blog

  26. Thomas

    Hallo Adrian, das erste Stück war Industrial Revolutions, aus dem Album Revolutions. Dieser Erste Part diente nur als Intro, also als Konzerteinstieg. Höre Dir im Album Revolutions die ersten drei Parts an, dann erkennst Du es,
    viele Grüße Thomas

  27. Adrian

    DANKE THOMAS!!!

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