Star Trek XI

Endlich habe ich es geschafft: Ich habe Star Trek XI gesehen. Nun, ich bin kein Trekkie, aber bekennender Fan der klassischen Serie. Von den Filmen hat mir der selbstironische vierte Teil „Zurück in die Gegenwart“ am Besten, nein eigentlich als einziger Film wirklich gefallen.

Wer den Film noch nicht gesehen, ihn aber noch sehen möchte, sollte es sich überlegen, ob er weiterliest …


Der Film zeigt die U.S.S Kelvin, ein Raumschiff der Föderation, das mit einem riesigen, überlegen bewaffneten romulanischen Gebilde(?) (Wie es sich später herausstellt ist es ein ehemaliges Bergbauraumschiff) konfrontiert wird. Der Kommandant fliegt zum Angreifer, um zu verhandeln und der junge Kirk wird Captain des Schiffes. Nach dem Tod des Kommandanten und weiteren Angriffen der Romulaner sieht keine andere Möglichkeit, die Kelvin zu evakuieren und das Schiff auf Kollisionskurs zu bringen. Über Funk erlebt er die Geburt seines Sohnes mit: Jim (James Tiberius) Kirk. Unser Kirk!

Schnitt zur Erde: Iowa. Jim Kirk prügelt sich, nachdem er schon leicht angetüdelt eine junge Frau namens Uhura angebaggert hat, in einer Kneipe mit Kadetten der Föderation und wird danach von Captain Pike zur Flotte angeheuert.

Schnitt zum Vulcan: Der kleine Spock wird von seinen Mitschülern und seinen Lehrern gemobbt, da er einen Makel hat: eine menschliche Mutter. Und so bleibt ihm nach seiner Ausbildung nur der Schritt, bei der Föderation anzuheuern.

Spock und Kirk geraten bald aneinander. Spock hat den Kobayashi-Maru-Test so programmiert, dass er nichtlösbar ist. Der Proband soll angesichts aussichtsloser Situationen Angst erfahren. Kirk manipuliert den Test und besteht ihn.

Zu einem Urteil wegen Mogelei kommt es nicht, da der Vulcan einen Notruf sendet. Er wird nach dem ersten Erscheinen vor 25 Jahren von eben dem romulanischen Gefährt angegriffen. Alle Kadetten bemannen die vorhandenen Schiffe und eilen dem Vulcan zu Hilfe.

Spock, Kirk, Uhura, Chekov, Sulu und auch Kirks alter Freund McCoy kommen auf die nagelneue Enterprise. Der Notruf ist eine Falle, die Kirk durchschaut. Beim Vulcan angekommen, sind alle Schiffe bereits zerstört. Da Sulu nicht den richtigen Knopf gedrückt hat, kommt die Enterprise zu spät und entgeht der Vernichtung.

Ein riesiger Bohrer der Romulaner stößt zum Kern des Planeten vor. Sulu und Kirk gehen in den Einsatz, den Bohrer zu stoppen. Spock evakuiert den Ältestenrat, wobei seine Mutter nicht gerettet werden kann. Der Planet Vulcan selbst vergeht in einem Schwarzen Loch.

Die Ereignisse erinnern dann an den Anfang des Filmes: Captain Pike fliegt zu Verhandlungen zu den Romulanern, allerdings wird Spock Captain der Enterprise und Kirk 1. Offizier.

Die Nachwuchs-Crew der Enterprise versucht nun, den Romulanern Einhalt zu gewähren

Kirk und Spock geraten aneinander und Kirk wird auf einem Eisplaneten angesetzt. Dort trifft er einen Spock aus der Zukunft und einen durchgeknallten Ingenieur, nämlich Scott. Kirk und Scott gelangen über den Transporter wieder auf die Enterprise, wo Kirk dann das Kommando von Spock übernimmt.

Allen gemeinsam gelingt es, die Bedrohung durch die Romulaner zu stoppen – nicht ohne den Warp-Kern auszustoßen …

Eigentlich ist an diesem Film so alles anders. Die Technik und die Umgebung sehen anders aus. Es ist ein Stil, der sehr viel realistischer Aussicht. Technik und Einrichtungen sehen nicht künstlich aus, die Dinge sind bedienbar und haben Gebrauchsspuren. Dies erinnert eher an StarWars oder Blade oder andere Filme. Der Humor und die Selbstironie werden gut dosiert eingesetzt. McCoy oder Scott geben hier Akzente. Vor allem die Art und Wiese, wie McCoy Kirk auf die Enterprise schmuggelt. Einige Szenen sind richtig gut vorbereitet, wie z.B. das Klapp-Schwert von Sulu.

Viele Zitate beziehen sich auf die Fernseh-Serie und die Filme, aber es gibt auch neue Ideen und Konstellationen. Spock z.B. hat als emotionaler „Mensch“ eine Beziehung zu Uhura.

Der Auftritt von Spock als weiser alter Mann aus der Zukunft ist schon fast genial zu nennen. Leonard Nimoy bringt eine wichtige Ruhe in den Film und zeigt wahre Größe als Schauspieler.

Die schönste Szene ist der Blick auf die Werft mit der im Bau befindlichen Enterprise. Erstmalig kann die Größe des Schiffes erahnt werden.

Nicht gut gefallen haben mir das Schiff der Romulaner, die Romulaner selbst und auch der Hauptbösewicht Nero. Irgendwie bekommt Star Trek seine Gegenspieler nicht so richtig hin.

Weiteren Filmen stehen nun die Tore offen. Eine Vielzahl von möglichen Konflikten und Abenteuer sind denkbar. Ich hoffe, dass die Autoren und der Regisseur diese Chancen nutzen können und neue Wege beschreiten, die noch nie ein Filmteam beschritten hat.

Dieser Film kann auch Nicht-SF bzw. Nicht-Star-Trek-Fans begeistern.

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