Amphi Festival Bericht zweiter Tag

Sänder Panzer AG

Sänger Panzer AG

Die Anfahrt vom Hotel Richtung Tanzbrunnen war ja vom Vortag schon bekannt und ein freier Parkplatz schnell gefunden. Da wir ja schon die Bändchen hatten, kamen wir recht schnell auf Gelände. Wir informierten uns erst einmal über die Halle. Es waren Teile der Decke heruntergekommen beim Auftritt von Feindflug. Wie Honey bei einer Ansage meinte: „Da hat Feindflug ordentlich auf den Putz gehauen!“.

Alle Auftritte sind in das Theater verlegt worden, wo schnell Licht und Sound aufgebaut worden ist. Das hatte nur den Nachteil, dass weniger Platz zur Verfügung stand.

Auf der Hauptbühne sahen wir uns den Schluss von Mono Inc. an und warteten auf Panzer AG, einer Gruppe ursprünglich aus Norwegen. Schlagzeuger, Keyboarderin und Sänger machten ordentlich Druck, aber auch die leisen Momente fehlten nicht. Es war wohl der erste Auftritt in Deutschland und hat ziemlich Spaß gemacht. Der kraftvolle Sound mit einem guten Sänger überzeugte das Publikum.

In der Halle dann ganz andere Töne. Die Horror-Rocker von The Other hauten in die Saiten. Das Theater war nur mäßig gefüllt und die Stimmung eigentlich nicht vorhanden. Sänger Rod Usher konnte nicht einmal mit „Der Tod stht dir gut“ die Menge bewegen, mitzumachen und schien sogar ein wenig frustriert.

Der Vortag steckt doch in den Knochen und so war wieder Strand angesagt. Leider kam ein ziemlicher Wind auf, der den Sand in Augen und Kleidung trieb, was sehr unangenehm wurde. Auf der Hauptbühne spielte Diorama melodiöse tanzbare Musik. Zu meiner Begeisterung hatte der Keyboarder als Instrument einen Quasimidi Sirius vor sich stehen. So ein Teil hatte ich auch einmal! Nach der Umbaupause kündigte Honey „die sympathischste Band des Festivals“ an: Saltatio Mortis.

Saltatio Mortis: Sänger Alea er Bescheidene

Saltatio Mortis: Sänger Alea der Bescheidene

E-Gitarre, Bass, Schlagzeug gegen Dudelsack und Tröte. Spaßeshalber meinte Honey, er wolle vielleicht ein Stück mit denen machen. Beginnend mit einem C-64 und endend mit einem Dudelsack. Die Mittelalter-Band rockte richtig los und brachte recht schnell Stimmung unter das Volk der Zuhörer. Viele machten richtig gut mit. Sänger Alea, der Bescheidene heizte richtig ein, suchte und fand den Kontakt zum Publikum. ALs Höhepunkt schwamm er singend auf den Händen der Zuhörer. Ein Stück der neuen CD wurde ebenfalls ins Programm genommen.

Saltatio Mortis

Saltatio Mortis

Harter Rock meets Dudelsack. Ein Konzept, dass bei Saltatio Mortis immer besser aufgeht. Ich kenne die Band sein mehreren Jahren, zuerst nur vom Mittelaltermarkt in Rastede. Doch musikalisch und von der Bühnenpräsenz haben sich die Barden sehr steigern können. Was Bands wie In Extremo und Subway to Sally nur schwer zu gelingen scheint, nämlich sich nicht selbst zu zitieren, gelingt den Todestänzern immer wieder. Auf der Bühne wird eine Frische ausgestrahlt, die anderen Bands mittlerweile zu fehlen beginnt. Saltatio Mortis war eine echte Bereicherung für das Amphi und wurde vom Publikum gefeiert.

Saltatio Mortis

Saltatio Mortis

Saltatio Mortis

Saltatio Mortis

Die folgende Formation hatte einen ganz anderen Sound. Hocico schauten wir uns aus der Ferne an. Zugegeben nicht ganz meine Musik und das Zertrümmern von Keyboards macht mit die Jungs auch nicht sympathischer

Dann gab es vor der Bühne einen großen Platzwechsel: Die Hocico-Fans verließen den Platz und machten Platz für die unheiligen Fans.

Ein Schlagzeug bei Unheilig

Ein Schlagzeug bei Unheilig

Für mich neu war der Aufbau eines echten Schlagzeugs. Ich habe Unheilig seit 2004 bereits ein dutzend Mal gesehen, aber bisher immer ohne Schlagzeug. Schnell wurden die Kerzen auf die Bühne gestellt. Gitarrist Licky und Keyboarder Henning packten wie immer fleißig mit an und so konnte Honey dann die Band vorstellen, die er in letzter Zeit „öfter als seine Mutter“ zu sehen bekomme. Potti am Schlagzeug legt gleich mit voller Power los. Fieber wurde intoniert und Der Graf stürmte auf die Bühne und genoss den Applaus der großen Menge vor der Bühne. Ein Kamera-Team des Fernsehens rückte ihm dabei einige Male ziemlich auf die Pelle. Frischer denn ja kam der Sound auch dank des „echten“ Schlagzeugs rüber und der Graf hatte sofort die Menge im Griff.

Der Graf

Der Graf

Sichtlich erfreut verausgabte er sich wieder einmal auf der Bühne, wurde aber vom Publikum immer wieder mit neuer Energie versorgt. Gerade die härten Stücke wie „Maschine“ oder „Sage ja“ haben durch das Schlagzeug noch mal gewonnen.

Der Graf

Der Graf

Aber natürlich dürften „Astronaut“ und „Mein Stern“ nicht fehlen. Hier spielte Potti dann dezenter im Hintergrund. Licky, Potti und Henning sind mittlerweile sehr gut aufeinander eingestimmt und zeigten dies in den rein instrumentellen Passagen mit viel Spaß. Schließlich verabschiedete sich die Band. Doch wie der Graf überrascht feststellen musste, blieb noch Zeit, zwei heftigst eingeforderte Zugaben zu spielen. „Sonst jagt man uns immer von der Bühne“, meinte er.

Unheilig hat es in den letzten Jahren verstanden, sich kontinuierlich zu steigern und waren würdige Co-Headliner des Amphi-Festivals 2009, wenn nicht sogar die Headliner der Herzen.

Bei einigermaßen gutem Wetter (es fehlten ein paar Grad Temperatur und so mussten einige der leichter Bekleideten ihre Schönheit mit einer Gänsehaut erkaufen) bot das Amphi-Festival in einer tollen Lokation ein abwechslungsreiches Programm. Von den 34 Bands waren die Hälfte Electro- oder Industrial-Formationen, was mir schon ein wenig zu viel war. Omnia und Saltatio Mortis waren dadurch die einzigen Bands, wo ich eine Entscheidung treffen musste, das beide parallel spielten. Es gab viel zu sehen und die Preise waren vielleicht ein wenig zu hoch. Es durften ja kein Essen und Getränke auf das Gelände mitgenommen werden und man musste sich komplett über das Angebot versorgen (oder das Gelände verlassen). Das Festival hat Spaß gemacht und wenn das Line-Up ähnlich wie dieses Jahr ausfällt, wird Köln 2010 wieder eine Reise wert sein.

Damit hatten wir alles gesehen und gehört, was wir sehen und hören wollten und konnten die lange Heimfahrt antreten.

Oh eins habe ich ganz vergessen. Bei der Tierschutz-Aktion von Honey habe ich eines der drei signierten Festival-Poster gewonnen. Ich versuche mal, ein Foto davon zu machen, denn für den Scanner ist es zu groß …

Hier der Bericht vom ersten Tag.

http://www.dasistmeinblog.de/?p=2730

Mehr Fotos vom Amphi:

http://fotoalbum.dasistmeinblog.de

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2 Kommentare

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