Tod von Michael Jackson bringt Internet aus dem Takt

Tod von „Jacko“ löst Erdbeben im Internet aus. So titelt der Newsletter von CIO. AOL und 30 der wichtigsten Nachrichtendienste waren stellenweise nur mit Verzögerung oder gar nicht zu erreichen.


ABC und CBS waren wohl zwei Stunden quasi nicht online. Auch Twitter hatte Probleme durch die Anzahl an Nachrichten. Über 100.000 sollen es in einer Stunde gewesen sein. Die Google Suchmaschinen argwöhnten gar einen Angriff ob der Anzahl der gleichen Suchanfragen. Nach einer Meldung von tmz.com gab es auf Wikipedia Streit, da der Todeszeitpunkt eingetragen worden ist und viele meinten, dass es keine verlässliche Quelle dazu gebe. Diese Auseinandersetzung wurde erst durch die Gerichtsmediziner beigelegt.

Die Informationsgesellschaft wird immer schneller. Die Fahrt Micheal Jacksons zum Krankenhaus gibt es als Video bei YouTube. Alle bestellen Jacksons Alben und innerhalb eines Tages beherrscht seine Musik die Verkaufs-Charts.

Bis vor 10 Jahren wären die TV-Sender die ersten mit solch einer Nachricht gewesen. Ich erinnere mich noch genau an die Ermordung John Lennons. Am nächsten Tag stürzten sich alle auf die Tageszeitungen, da solche Nachrichten dann erst am Folgetag in der Zeitung gestanden haben. Am Wochenende gab es dann Sondersendungen im Fernsehen.

Heute sind alle hautnah und schnell mit allen Informationen versorgt und es wurde schon die Frage aufgeworfen, warum sich Jacksons Familie nicht zu Wort melde. Moment mal, vielleicht mussten die erst einmal mit der Situation fertigwerden und wollten kein inhaltsleeres Geplapper von sich geben. Wobei zu dem Zeitpunkt in den Medien schon das Erbe von Michael Jackson verteilt und das Erziehungsrecht seiner Kinder diskutiert wurde.

Manchmal wünschte ich mir, dass alles vielleicht doch etwas langsamer wäre …

http://www.cio.de/news/wirtschaftsnachrichten/890011/index.html

(Internet: Erste Todesmeldung von tmz.com: http://bit.ly/2fRi21 Übersicht der Änderungen am Wikipedia-Eintrag über Michael Jackson: http://bit.ly/WU4xX)

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3 Kommentare

  1. JohnB

    Da erkennt man erst, dass die technologie noch nicht für so richtige massenanstürme gerüstet ist….. man stelle sich vor was bei einem noch größeren ereigniss mit den Datenhighways dieser welt passieren würde….. :-I

  2. Ralf (Beitrag Autor)

    @JohnB: Genau: Auch die heutige Technik hat Grenzen. Das müssen einige aber erst lernen …

  3. Michi

    ich sehe da sowieso ein massives problem für die zukunft, wir werden immer abhängiger von dem internet, aber es ist noch immer möglich durch z.B. Umstände wie wenn 2 Millionen User gleichzeitig auf einen Server zugreifen versuchen diesen und den gesamten Knoten lahmzulegen…. meiner meinung nach ist hier noch viel arbeit und forschung notwendig!!

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