Jetzt von Leon Reiter. Piper 2014

jetztNach einem misslungenen Experiment mit der Zeit – vergangene Zeiten wurden mittels Laser vermessen, kommt es zu nicht geplanten Effekten. Sogenannte Pockets entstehen, Fenster in Vergangenheit und Zukunft. Immer entlang des 40. Breitengrades, denn dort war der Ursprung des Experiments. Der Wissenschaftler, der das alles zu verantworten hat, befürchtet das Schlimmste, denn die Zeit könnte kollabieren. Immer mehr Pockets erscheinen und so schickt der Professor ein eiligst zusammengestelltes Team aus vier Spezialisten zusammen, die durch die Pockets gehen sollen und eine möglichst zur Gegenwart nahe Zeitblase finden sollen. Ziel ist es, das ursprüngliche Experiment des Wissenschaftlers ungeschehen zu machen. Nach dem Durchgang durch ein Pocket finden sich die vier Menschen in immer verschiedenen Umgebungen wieder. Als erstes muss allerdings der Ausstieg gefunden werden, um wieder in die eigene Gegenwart zu kommen. Sie begegnen Sauriern, der Pest und vielen weiteren Widrigkeiten. Viel kann die Expedition aber nicht ausrichten. Und so sieht eine Frau nur einen Ausweg, die Zeit und damit die Welt zu retten.

Die ursprüngliche Idee der Pockets ist gar nicht so schlecht, obwohl wieder einmal ein undurchsichtiger Professor Schuld ist. Doch dann nimmt die Geschichte Fahrt auf und verstrickt sich immer mehr in Ungereimtheiten. Das Expeditionsteam darf möglichst wenig Technik mit auf die Zeitreisen nehmen, um die Zeit nicht zu verändern. Aber schon die Reisen sind eine Änderung, die so nicht vorgesehen war. So kommt die Gruppe immer wieder in Schwierigkeiten. Mal fehlt ein Seil, mal hat man keine Atemmasken dabei. Der Autor versucht damit künstlich Spannung zu erzeugen, doch schon nach der fünften Reise wird es ermüdend. Dazu kommen Unfälle, die zu vermeiden gewesen wären, eine Sex-Geschichte, die sehr dünn ist und viele weitere Ungereimtheiten, die den Anschein machen, Seiten zu schinden. Das Ende ist dann keine wirkliche Überraschung und wirkt sehr konstruiert.

Hinzu kommt ein nicht optimales Lektorat. „Sein Gesicht war verzerrt von Grimmigkeit und Staub“ ist nur ein Beispiel. Solche Formulierungen finden sich viele.

Mehr als nette Unterhaltung hat das Buch leider zu bieten.

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