Curt-Siodmak-Preis 2011: Klare Sieger und starke deutsche Produktionen

Der SFCD hat auf seiner Jahresconvention, dem BuCon in Dreieich, die Gewinner der diesjährigen Abstimmung bekannt gegeben. Dabei handelte es sich in allen drei Kategorien um Siege mit deutlichem Abstand.

Ein doppelbödiges Spiel auf mehreren Ebenen hat dem intelligenten und innovativen SF-Thriller Inception einen buchstäblich „traumhaften“ Sieg beschert. Knapp 40 Prozent der Abstimmenden entschied sich für das Werk von Autor, Regisseur und Produzent Christopher Nolan. Mit respektablen 13,4% zweitplatziert hat sich die britische Produktion Moon von Duncan Jones. Den dritten Platz teilen sich mit je 4% der Animationsfilm Ich – einfach unverbesserlich, das satirische Drama Surrogates – Mein zweites Ich und die Variante „Keinen Preis vergeben“. Auf Platz Vier finden sich mit je 3,5% neben Resident Evil Afterlife auch die deutsch-britische Produktion Pandorum und der deutsche Film Die Tür. Den fünften Platz belegt ein weiterer Animationsfilm: #9 erreichte 3%.

Die neue Lieblingsserie der Abstimmenden ist die Mystery-Reihe Fringe. Nach dem Auslaufen von Serien wie Lost und dem Vierfach-Gewinner Battlestar Galactica haben sich die mit einer Parallelwelt konfrontierten FBI-Ermittler mit 28,9% an die Spitze gesetzt. Mit Warehouse 13 ist eine weitere amerikanische Reihe um Agenten und seltsame Phänomene ins Rennen gegangen. In diesem Jahr hat sie mit 14,9% bereits den zweiten Platz erringen können. Die skurrilen Ereignisse in der geheimen Stadt Eureka belegten diesmal mit 11,4% Platz Drei. Das Stargate-Franchise ist mit der neuesten Spin-off-Serie Stargate Universe und 9,5% auf dem vierten Platz vertreten. Die animierten Kapitel aus der Krieg der Sterne-Saga Star Wars – The Clone Wars liegen mit 8,5% dahinter.

Nicht weniger als vier Filme haben sich in diesem Jahr für den Sonderpreis für deutsche oder deutschsprachige Produktionen qualifiziert. Deutlicher Sieger wurde Pandorum. Die Zusammenarbeit mit britischen Produzenten und amerikanischen Schauspielern sichern diesem Film nicht nur Chancen im internationalen Markt. Sie haben sicher auch zum Gelingen des Filmprojekts beigetragen. Die Regie von Christian Alvart und der Drehort Potsdam sorgen trotzdem für die Berücksichtigung in dieser Kategorie, die der Film schließlich mit 31,8% gewinnen konnte. Auch sein Abschneiden im internationalen Feld war ja schon respektabel – im Ganzen ein bemerkenswertes Zeichen für die Stärke heimischer Produktionen. Cargo, die erste Space Opera aus der Schweiz, belegte mit 18,9% Platz zwei. Kein Vertrauen in heimische Kost hatten 17,9% der Abstimmenden, die gegen eine Preisvergabe stimmten. Das interessante Parallelwelt-Drama Die Tür kam mit 10% auf Platz Vier. Für den ersten deutschen Zombie-Film, die ZDF-Produktion Rammbock, blieb damit bei 7,5% Platz Fünf.

(Quelle: Newsletter Arno Behrend)

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