Mediziner im Weltall – 1. Kapitel

Mediziner im Weltall: Esperanza in Gefahr von Barbara Delvalle

  • 1. Kapitel: Verschollen

„Commander, wir haben soeben eine Raumfähre geortet!“ Der Funkoffizier wand sich seinem Vorgesetzten zu. „DaRGs?! Hier in diesen Welten! Man ist auch nirgends mehr vor denen sicher!“ Mit raumgreifenden Schritten war Commander Weser bei seinem ersten Funkoffizier und schaute gebannt auf den Ultraschallschirm. „Nein, das ist keines der DaRGs. Wenn ich es nicht besser wüsste, dann würde ich sagen, dass ist einer der Raumgleiter, die in den Jahren 2040 gebaut wurden, um damals nach neuen Lebensmöglichkeiten im Weltall für die Menschen zu suchen.“ „Aber sind die damals nicht alle in den schwarzen Löchern verschwunden und weder sie noch deren Besatzungen jemals wieder aufgetaucht?“ Der Identifizierungscomputer meldete in diesem Augenblick mit blecherner Stimme: „Raumschiff der großen Koalition, zur Mission „bewohnter Mars“ gestartet am 23.12.2041 vom Weltallflughafen. Vier Besatzungsmitglieder unter der Führung von Captain Friedlich. Vermisst seit dem 3.4.2042.“

Die vier auf der Brücke des GGT sahen den Commander fragend an. „Können wir schon sagen, was im Innern ist?“ Der Commander sah den auf der Kommandobrücke zuständigen Arzt Dr. Franc an, der gebannt auf die Datenermittlung seines Bordcomputers wartete. „Ich bekomme keine Signale. Die hatten offensichtlich damals noch keine implantierten Gesundheitschips. Aber mit Hilfe der Stickstoffeinfrierung wäre theoretisch auch ein längeres Überleben in der Kapsel möglich.“ „Ich habe mal was darüber im Spacenet gelesen. Da kam so eine Reihe „Gesundheitswesen in der Vergangenheit“, antwortete der Commander, „Die haben damals jeden einzelnen erst einmal von Kopf bis Fuss untersucht, um sich ein Bild seines Zustandes machen zu können. Und dann hatten sie elektronische Patientenakten oder so ähnlich. Mit dazugehörigen Karten konnte auf einem Computer alles eingesehen werden und erst dann wurde eine Therapie festgelegt.“ Die anderen drei schauten ihn ungläubig an. Er zuckte die Schultern. „Na, da bleibt uns wohl nichts anders übrig, als unseren Transmitter einzuschalten und das Ding in den Hanger zu schleusen“, er schaute den Transportoffizier an, „aber bitte nur unter höchster Sicherheitsstufe. Und fragen Sie unseren Hygieniker und die Arbeitssicherheit, was wir beachten sollten, wenn wir den Raumgleiter öffnen.“

Eine halbe Stunde später standen alle im Außenhangar, umringt von einer Einheit Sicherheitsfachkräfte, die ihre EEG-Pistolen im Anschlag hatten. Commander Weser drehte sich zu seiner Crew um: „So, Leute, jetzt wird’s spannend! Wollen mal sehen, was dieser Oldtimer zu bieten hat. Wo ist eigentlich Dr. Frey?“ Das Tor hinter der Crew sprang auf und eine junge Frau kam auf die Gruppe zugehetzt. „Entschuldigung, Commander, aber ich musste noch die Chips der letzten Woche auswerten. Ich weiß immer noch nicht, warum die zwei Arbeiter, die das hintere Segel repariert haben, ohnmächtig geworden sind.“ „Dr. Frey, lassen wir das jetzt einmal. Wir haben hier ein ganz anderes Problem.“ Der Commander zeigte etwas theatralisch hinter sich. In diesem Moment ging eine Schleuse auf und der alte Raumgleiter wurde in einer Elektronenblase eingefahren.

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