Die Hugo Awards 1953−1984 von Hardy Kettlitz

Kettlitz-Hugo_1_408Die Hugo Awards 1953−1984 von Hardy Kettlitz. Ein MEMORANDA-Buch im Golkonda Verlag 2015. Klappenbroschur, 315 Seiten, ISBN 978-3-944720-71-5 Der rührige Golkonda Verlag hat nun ein neues Imprint: Memoranda. Hier erschien nun von Hardy Kettlitz das Buch „Die Hugo Awards 1953-1984“. Die „Hugo Awards“ eigentlich „Science Fiction Achievement Award“ oder auch kurz der „Hugo“ ist ein Publikumspreis und benannt nach Hugo Gernsback, dem Erfinder(?) der modernen (technischen) Science-Fiction. Er wird von den Teilnehmern des alljährlichen WorldCon in verschiedenen Kategorien gewählt. Der Worldcon=World Science Fiction Convention ist die jährlich veranstaltete Versammlung der World Science Fiction Society (WSFS) und findet an wechselnden Orten statt. Die wichtigsten Kategorien sind der Roman, der Kurzroman und die beste Kurzgeschichte. Im Gegensatz zum deutschen Sprachraum gibt es nicht nur den Begriff der Kurzgeschichte, sondern es wird noch zwischen Novella (17.500 bis 40.000 Wörter) und Novellette (7.500 bis 17.500 Wörter) unterschieden. Der Hugo ist im deutschsprachigen Raum damit mit dem Deutschen Phantastik Preis (DPP) verwandt. Es gab auch einen deutschen Hugo. Gernsback hat dem Autoren Walter Ernsting 1957 die Erlaubnis für die Nutzung des Namens gegeben. Dieser wurde von Ernsting von 1957 bis 1959 verliehen. Der SFCD bekam 1966 und 1967 die Rechte übertragen und ließ seine Mitglieder wählen. Das Recht wurde wieder zurückgenommen und 1978 gab es den Hugo noch einmal und letztmalig wieder vom SFCD für Herbert W. Franke. Der „Original“-Hugo ist also ein Leserpreis und unterscheidet sich damit vom Nebula-Award, der von den Profis der „Science Fiction and Fantasy Writers of America Inc.“ (SFWA) vergeben wird. Die Preisträger können damit schon einmal sehr verschieden sein, aber es gibt auch Jahre, da ein Werk sowohl die Leser als auch die Profis überzeugt. Welcher Preis „wertvoller“ ist, bleibt damit dahingestellt. Neben den genannten Kategorien gibt es von Fall zu Fall noch weitere Kategorien, in den Abgestimmt werden kann. Filme, Fan-Autoren, Profi-Grafiker, Fan-Grafiker sind einige davon. Hardy Kettlitz hat in diesem Buch die Jahr ersten gut dreißig Jahre aufgearbeitet und eine schöne Arbeit abgeliefert. Die einzelnen Werke werden mit den Covern aufgelistet und jeweils kurz besprochen. Aber das Buch geht noch einen Schritt weiter und bewertet die Texte auch und ordnet sie in den jeweiligen zeitlichen Kontext ein. Manchmal gewinnt ja auch nicht der beste Roman, wie man den auch immer zu bewerten vermag, sondern einer, der das Publikum begeistert. Dennoch sind die Preisträger des Hugo ein who-is-who der (angloamerikanischen) SF-Szene und die meisten Werke sind auch ins deutsche übersetzt worden. Die Lektüre des Buches bringt für jeden SF-Interessierten wirklich eine Menge Spaß und ist damit absolut empfehlenswert.
Link zur Verlagsseite: http://golkonda-verlag.de/cms/front_content.php?idart=670

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