Rob Hart – Paradox Hotel

 

Rob Hart. Paradox Hotel. Heyne Verlag. September 2022, broschiert, 448 Seiten, ISBN: ‎ 978-3453321717

January Cole ist für die Sicherheit im Paradox Hotel zuständig. Dieses Hotel ist allerdings keine beliebige Absteige, sondern das Hotel neben einem Zeitreisehafen. Ja. Das Geheimnis der Zeitreise konnte entschlüsselt werden und viele Touristen nutzen diese Chance, um zurückliegende Epochen und wichtige Ereignisse zu besuchen. Die Zeit ist dabei sehr robust und Veränderungen in der Vergangenheit werden meist wieder ausgeglichen und der Zeitstrahl regeneriert sich von allein. Doch Zeitreisen können unangenehme Folgen haben und krank machen. January Cole leidet an dieser Krankheit und hat unvorhergesehene Flashbacks, die sie vergangene Gegebenheiten wieder erleben lässt. Nur sie ist dann in dieser Situation gefangen. Außenstehende sehen nicht, was sie dann wieder erlebt.

Der amerikanische Staatshaushalt benötigt allerdings Geld und so soll der Zeitreisehafen und das Hotel privatisiert werden. Im Hotel wird eine Bieterkonferenz vorbereitet, um möglichst viel Geld von privaten Investoren zu bekommen.

Doch es läuft einiges aus dem Ruder. January Cole findet eine ermordete Person in einem der Hotelzimmer. Doch nur sie kann sie sehen, allerdings nicht anfassen. Weitere Dinge bzw. Lebewesen aus der Vergangenheit tauchen auf und bringen das Hotelleben durcheinander. Dann kommt es auch noch durch einen Wintereinbruch zu Problemen mit den Zeitreisen und eine Vielzahl von zusätzlichen Gästen muss untergebracht werden.

January Cole versucht Ordnung in das entstehende Chaos zu bringen, hat aber mit ihren Flashbacks und Intrigen zu kämpfen, denn einige der angereisten Gäste spielen nicht mit offenen Karten. Hinzu kommen Phänomene, die auf eine gezielte Manipulation der Zeit hindeuten.

Das Konzept von Paradox Hotel ist nicht neu. Der Roman ist ein Krimi, der im abgeschlossenen Raum des Hotels spielt. Es gilt, einen Mord aufzuklären. Cole sucht nach Hinweisen und Indizien und hat in den eigenen Reihen Widersacher, die ein eigenes Spiel spielen und kein Interesse an der Wahrheit haben.

Der Roman ist damit keine vordergründige Science-Fiction. Das Konzept der Zeitreise ist das einzige phantastische Versatzstück. Die Nebencharaktere sind meist sehr klischeehaft gezeichnet und nur January Cole weist mehr Dimensionen auf. Nichtsdestotrotz ist der Roman flott zu lesen und unterhaltsam, aber hat nicht die Substanz, ein Meilenstein zu werden.

Wer gute Unterhaltungsliteratur sucht, ist hier sicher gut bedient.

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