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	<title>Das ist mein Blog &#187; Buchbesprechung</title>
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	<description>Musik, Festivals, Science Fiction und das Leben drumherum</description>
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		<title>Neue Mitte von Jochen Schimmang im Nautilus Verlag</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 14:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchbesprechung]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Jochen Schimmang]]></category>
		<category><![CDATA[Nautilus]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Mitte]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie befinden uns im Deutschland des Winters 2029/2030. Ulrich Anders kommt nach Berlin, um Kai Sander beim Aufbau einer Bibliothek zu unterstützen. Ort der Handlung ist das ehemalige Regierungsgelände. Dort haben sich Menschen zusammengefunden, um zu leben und zu arbeiten. Innovative Firmen sind gegründet worden. Das ganze Gelände ist ein abgeschlossenes, in sich fast autarkes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_6763" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.dasistmeinblog.de/wp-content/uploads/2012/02/Jochen-Schimmang-Neue-Mitte.jpg"><img src="http://www.dasistmeinblog.de/wp-content/uploads/2012/02/Jochen-Schimmang-Neue-Mitte.jpg" alt="" title="Jochen Schimmang Neue Mitte" width="150" height="239" class="size-full wp-image-6763" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: Verlagsseite</p></div>Wie befinden uns im Deutschland des Winters 2029/2030. Ulrich Anders kommt nach Berlin, um Kai Sander beim Aufbau einer Bibliothek zu unterstützen. Ort der Handlung ist das ehemalige Regierungsgelände. Dort haben sich Menschen zusammengefunden, um zu leben und zu arbeiten. Innovative Firmen sind gegründet worden. Das ganze Gelände ist ein abgeschlossenes, in sich fast autarkes nach außen abgeschiedenes Areal mitten in der Hauptstadt. </p>
<p>Eine Junta hat nach einem Militärputsch im Jahr 2016 ein Regime mit Namen „Nationale Moderne“ etabliert. Neun Jahre lang wurde Deutschland auf den Kurs einer Diktatur gebracht. Zensur und Gängelung waren dort an der Tagesordnung. Die Meinungsfreiheit ist drastisch unterdrückt worden. Eine kleine Clique von Mächtigen hatte Deutschland unter Kontrolle. Doch es regte sich der Widerstand und mit Hilfe der Internationalen Befriedungstruppe konnte die Junta gestürzt werden. Seit vier Jahren steht Deutschland unter englischem Mandat, einer Art moderater Besatzung mit großer Selbstbestimmung.<br />
<span id="more-6762"></span><br />
Deutschland erholt sich langsam vom Regime und auf dem Gelände, das einmal das Zentrum der Macht gewesen ist, finden sich Anarchisten, Freiheitskämpfer, Querdenker und innovative Macher ein. Sie leben in den Gebäuden der ehemaligen Machthaber und betreiben Restaurants, gehen einem Handwerk nach und erstellen Software. Im Zentrum steht das Haus, in dem Sander die Bibliothek aufbauen möchte als Zeichen der neuen Zeit. Es sollen die Bücher, die während des Terrorregimes verboten waren, einen adäquaten Platz bekommen. Sammlungen werden gekauft oder dem Projekt geschenkt. Es gilt, diese literarischen Schätze zu katalogisieren und einzusortieren. Eine gewaltige Aufgabe, die der schon etwas ältere Sander nicht alleine stemmen kann. So erhofft er sich von Ulrich Anders Hilfe. </p>
<p>Dieser lernt schon kurz nach seiner Ankunft Eleanor Rigby kennen, eine Mitgesellschafterin der Softwareschmiede Alice im Wunderland. Sie schreibt ihm ein Programm, mit dem das Katalogisieren der Buchbestände deutlich schneller geht. Eine sperrige Romanze entsteht.</p>
<p>Ulrich Anders lebt sich langsam ein und trifft auf unterschiedlichste Charaktere. Einen Geigenbauer, einen Restaurantbesitzer, Anarchisten, die sich um Lebensmittel und Logistik kümmern.<br />
Ein Professor Oliver Kolberg bietet der Bibliothek seine Bücher an, er möchte nämlich das Land verlassen. Mit dieser Bücherspende tut sich Sander aber ein wenig schwer, denn Professor Kolberg war schon vor der Machtergreifung der Junta Staatsrechtler und Verfassungsjurist und rechtfertigte während des Terrorregimes das Vorgehen der Machthaber. Er hatte zwar kein offizielles Amt inne, er blieb Lehrer an der Humboldt-Universität, gab aber durch seine in der Argumentation brillanten Schriften dem Regime ein juristisches Fundament der Rechtsstaatlichkeit. </p>
<p>Doch man wird mit den Büchern schließlich handelseinig. </p>
<p>Kurze Zeit später wird Prof. Kolberg tot aufgefunden. Todesursache war ein aufgesetzter Genickschuss. Dabei fällt Ulrich Anders ein, dass er die deutlich jüngere Frau Kolbergs scheinbar bei der Übergabe von Geld in einer Diskothek gesehen hat. </p>
<p>Frodo, ein Mitglied der anarchistischen Gruppe, kommt als weiterer Helfer für die Bibliotheksarbeit hinzu. In seiner Freizeit hält er sich häufig außerhalb des Geländes auf und geht „in die Stadt“. Dabei sieht er den „General“, jenen Mann, der den Putsch zu verantworten hat. Keiner glaubt ihm.</p>
<p>Doch nach einer Weile bewegen sich immer wieder Soldaten der in den Uniformen der ehemaligen Junta auf dem Gelände. Der Höhepunkt wird erreicht, als sie die feierliche Eröffnung der Bibliothek sabotieren wollen.<br />
Jochen Schimmang schildert mit sichtlicher Freude an der Formulierung in schön gesetzter Sprache eine potentielle Zukunft, die stimmig ist, wenn man als Basis den Putsch, nicht ganz ein Jahrzehnt des Regimes und vier Jahre zaghafte Freiheit nach dem Sturz akzeptiert. Der Stil ist überaus prägnant, die Erzählweise aus Sicht des Ich-Erzählers Ulrich Anders sehr stringent, präzise und an keiner Stelle ausschweifend.<br />
In der Enklave innerhalb Berlins errichtet er eine neue Gesellschaft, eine neue Art des Zusammenlebens. Ob dies eine realistische Entwicklung ist oder auch eine wünschenswerte, bleibt dem Leser überlassen. Schimmang erzählt nie mit erhobenem Zeigefinger oder oberlehrerhaft. Eine Entscheidung, wie zum Beispiel das Verhalten von Professor Kolberg zu bewerten ist, muss jeder selbst treffen. </p>
<p>Das Ganze wird garniert mit ein wenig unglücklicher Liebe zwischen Ulrich Anders und Eleanor Rigby. Ulrich liest Eleanor ein Buch des Autors  Gregor Korff. Dies ist eine Figur aus Schimmangs eigenem Werk „Das Beste, was wir hatten“. Überhaupt gibt es viele Andeutungen auf Literatur und historische Geschehnisse. Das Aufbauen einer Bibliothek im Roman bietet hier einen gelungenen Rahmen. Die Auswahl der beschriebenen Bücher beim Einordnen ist dabei nicht willkürlich, sondern wohl durchdacht. </p>
<p>Im Roman finden sich außerdem fiktive Zitate von Protokollen und Interviews, von Handelsregistereinträgen und Artikeln. Mit diesen wird die ebenfalls ja fiktive Historie der letzten Jahre untermauert und die Handlungsweise der Charaktere verdeutlicht. </p>
<p>Der Roman ist gut und kurzweilig erzählt, hat spannende Elemente, eine Prise Erotik, ist nicht vorhersehbar und damit wirklich ein Lesegenuss, wobei dem Leser immer höchste Aufmerksamkeit abverlangt wird, die aber sicher gerne gegeben wird. Ein Stück gute zeitgenössische Literatur.</p>
<p>Jochen Schimmang wurde 1948 geboren und studierte Politische Wissenschaften und Philosophie an der FU Berlin und lehrte an Universitäten und in der Erwachsenenbildung. Von 1978 bis 1998 lebte er in Köln, seit 1993 als freier Schriftsteller und Übersetzer. Jochen Schimmang ist heute in Oldenburg ansässig. </p>
<p>2010 erhielt Jochen Schimmang für seinen Roman » Das Beste, was wir hatten « den Rheingau Literatur Preis 2010. In der Begründung der Jury heißt es: »Die Jury würdigt die minutiöse Bildbeschreibung, mit der die alte Bundesrepublik wiederbelebt wird – durch dichte Milieuschilderung über mehrere Jahrzehnte hinweg und die Erzählung über Figuren, die allmählich den Boden unter den Füßen verlieren. Jochen Schimmang hält den zahlreichen Büchern, die der DDR ihre Erinnerung und ihre Kritik nachtragen, einen Roman entgegen, der den Untergang auch der Bonner Republik zur erzählerischen Gewissheit macht. Eingeschlossen ist die Trauer über die Vergänglichkeit der Aufbrüche, das Verschwinden von Hoffnungen und das Verblassen von Träumen in ungemein blickgewisser Genauigkeit.« (Quelle: Verlagsseite)</p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=ankeshunde-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=3894017414&#038;ref=qf_sp_asin_til&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_top&#038;m=amazon&#038;lc1=0000FF&#038;bc1=FFFFFF&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe><br />
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		<title>BloggDeinBuch Topliste</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 10:02:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[DasRezensions-Webportal Blogg Dein Buch veröffentlicht nun die Top-10 der nachgefragten und der 10 besten Bewertungen der dort vorgestellten Bücher. Bei &#8220;Blogg Dein Buch&#8221; können sich Blogger bewerben, Bücher zu besprechen und zu bewerten. Nach einer Bewerbungsphase haben die Blogger, die den Zuschlag bekommen haben, vier Wochen Zeit, das Buch zu rezensieren. &#160; Es werden Sachbücher und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasistmeinblog.de/wp-content/uploads/2012/02/BdB-logo-small2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6759" title="BdB-logo-small2" src="http://www.dasistmeinblog.de/wp-content/uploads/2012/02/BdB-logo-small2.jpg" alt="" width="142" height="64" /></a>DasRezensions-Webportal <a href="http://www.bloggdeinbuch.de/" target="_blank">Blogg Dein Buch</a> veröffentlicht nun die<a href="http://www.bloggdeinbuch.de/toplists/" target="_blank"> Top-10</a> der nachgefragten und der 10 besten Bewertungen der dort vorgestellten Bücher.<br />
Bei &#8220;Blogg Dein Buch&#8221; können sich Blogger bewerben, Bücher zu besprechen und zu bewerten. Nach einer Bewerbungsphase haben die Blogger, die den Zuschlag bekommen haben, vier Wochen Zeit, das Buch zu rezensieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es werden Sachbücher und Belletristik unterschiedlichster Coleur angeboten. Die Nachfrage ist verschieden groß.</p>
<p>Diese neue Liste ist also recht interessant.</p>
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		<title>Kaiserkrieger 3: Der Aufbruch von Dirk van den Boom &#8211; Atlantis-Verlag</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 11:35:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Der Aufbruch“ ist bereits der dritte Band der „Kaiserkrieger“. Dirk van den Boom erzählt die Geschichte des Kleinen Kreuzers Saarbrücken, der samt Besatzung auf der Fahrt von Wilhelmshaven nach Afrika aus dem Jahr 1913 ins Jahr 378 mitten ins römische Reicht versetzt wird. Mittlerweile sind Schiff und Besatzung schon eine Weile in der fremden Zeit. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasistmeinblog.de/wp-content/uploads/2012/01/kaiserkrieger3.jpg"><img src="http://www.dasistmeinblog.de/wp-content/uploads/2012/01/kaiserkrieger3.jpg" alt="" title="kaiserkrieger3" width="200" height="283" class="alignleft size-full wp-image-6736" /></a>„Der Aufbruch“ ist bereits der dritte Band der „Kaiserkrieger“. Dirk van den Boom erzählt die Geschichte des Kleinen Kreuzers Saarbrücken, der samt Besatzung auf der Fahrt von Wilhelmshaven nach Afrika aus dem Jahr 1913 ins Jahr 378 mitten ins römische Reicht versetzt wird.<br />
Mittlerweile sind Schiff und Besatzung schon eine Weile in der fremden Zeit. Die Hunnen treiben die Völker des Ostens vor sich her und das Schicksal des römischen Reiches scheint besiegelt. Doch mit dem Wissen der deutschen Soldaten wird der Zeitstrom immer mehr verändert.<br />
Die Deutschen sind mit den Waffen und der mitgebrachten Technologie zunächst im Vorteil gewesen. Doch nach und nach schwindet die Angst vor der Technik und macht Platz für die Neugier.<br />
Mit Unterstützung der Römer wird nachgebaut und das erste Schiff, eine Kombination aus Segler und Dampfantrieb läuft vom Stapel.<br />
Die Zeit verläuft nun schon an vielen Stellen verändert anders. Doch einige negative Kräfte haben ein großes Beharrungsvermögen. Viele Fronten tun sich auf. Eine römisch-deutsche Expedition wird nach Afrika geschickt.<br />
Es hat den Anschein, dass der Autor Dirk van den Boom sich immer besser warmschreibt. Dieser dritte Band zeigt sich deutlich ausgefeilter und auch leichter. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und die Handlung nimmt Fahrt auf. In mehreren Handlungssträngen wird Spannung aufgebaut, so dass der Leser am Ende des Buches auf die weiteren Bände wartet. Mit einem Cliff-Hänger, nein mit deren zwei schließt dieser Band.<br />
Dirk van den Boom schreibt keine klassische Parallelwelt-Geschichte oder ein Zeitreiseabenteuer. Mit dem Wissen um die Geschichte zur Zeit der Völkerwanderung kommt ein interessanter neuer Aspekt hinzu. Der Leser weiß nicht, wie sich die Geschichte bzw. die Zeit verändern wird. Hier hat der Autor viele Möglichkeiten zu überraschen, die er sich auch nicht nehmen lässt. Er beschreibt zwar die Geschehnisse rund um deutsche Soldaten, schreibt aber keine Military-SF.<br />
Fazit: Spannende Reihe, die mit dem dritten Band einen Höhepunkt erreicht, den es zu halten gilt.<br />
<iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=ankeshunde-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=3941258591&#038;ref=qf_sp_asin_til&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_top&#038;m=amazon&#038;lc1=0000FF&#038;bc1=FFFFFF&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
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		<title>Guttenberg will lernen &#8211; Comeback fällt aus</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 11:12:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchbesprechung]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Buchbesprechung &#8220;Guttenbergs Fall&#8221; gibt es aktuell eine Meldung von ntv. Parteichef Seehofer, der sich um eine Rückkehr in die deutsche Politik von Karl-Theodor zu Guttenberg bemüht hat, verkündet auf einer Pressekonferenz, dass es kein kurzfristiges Comeback des ehemaligen Verteidigungsministers geben wird.Similar Posts: Gutenbergs Fall von Roland Preuß und Tanjev Schultz. Gütersloher Verlagshaus. Kaiserkrieger 3: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Buchbesprechung &#8220;<a href="http://www.dasistmeinblog.de/gutenbergs-fall-von-roland-preus-und-tanjev-schultz-gutersloher-verlagshaus/" target="_blank">Guttenbergs Fall</a>&#8221; gibt es aktuell eine <a href="http://www.n-tv.de/politik/Guttenberg-will-lernen-article5272161.html" target="_blank">Meldung von ntv</a>. Parteichef Seehofer, der sich um eine Rückkehr in die deutsche Politik von Karl-Theodor zu Guttenberg bemüht hat, verkündet auf einer Pressekonferenz, dass es kein kurzfristiges Comeback des ehemaligen Verteidigungsministers geben wird.<strong>Similar Posts:</strong>
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		<title>Gutenbergs Fall von Roland Preuß und Tanjev Schultz. Gütersloher Verlagshaus.</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 07:48:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Fall Guttenberg oder eben Guttenbergs Fall liegt nun fast ein Jahr zurück und es scheint an der Zeit zu sein, sich mit der Affäre, dem Menschen und den Auswirkungen zu beschäftigen. Es geht es um den beliebtesten Politiker der Deutschen wie die Autoren richtig erkannt haben, um einen politischen Star, um einen Hoffnungsträger. Wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasistmeinblog.de/wp-content/uploads/2012/01/Guttenbergs-Fall.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6721" title="Guttenbergs Fall" src="http://www.dasistmeinblog.de/wp-content/uploads/2012/01/Guttenbergs-Fall.jpg" alt="" width="195" height="312" /></a>Der Fall Guttenberg oder eben Guttenbergs Fall liegt nun fast ein Jahr zurück und es scheint an der Zeit zu sein, sich mit der Affäre, dem Menschen und den Auswirkungen zu beschäftigen.<br />
Es geht es um den beliebtesten Politiker der Deutschen wie die Autoren richtig erkannt haben, um einen politischen Star, um einen Hoffnungsträger. Wie konnte es dazu kommen, dass dieser Mensch Knall auf Fall ins negative Rampenlicht geriet und seine Posten abgegeben hat. Was hat Karl-Theodor zu Guttenberg so zusetzen können, dass er gezwungenermaßen seine politische Karriere abbricht und ins (amerikanische) Exil geht.</p>
<p>Ausgangspunkt ist nicht seine politische Tätigkeit zuletzt als Verteidigungsminister. Zu Guttenberg, der von vielen schon insgeheim als Kanzlerkandidat für die nächste Wahl angesehen wurde, stolperte über seine Doktor-Arbeit. Aber eigentlich über sich selbst und seine Art der Krisenarbeit.<br />
<span id="more-6719"></span><br />
Eher zufällig beschäftigt sich ein Professor aus Bremen mit der Arbeit von Zu Guttenberg. Er möchte sie für ein Seminar verwenden. Eigentlich wollte er nur überprüfen, ob eine Textpassage aus einer Rede des Politikers entnommen wurde und musste dann feststellen, dass sie aus einem Zeitungsartikel stammt. Was ja noch gar nicht verwunderlich ist und legitim: Doch es fehlt der Quellennachweis. Die Passage erscheint, als wäre der Text vom Verfasser selbst und nicht ein Zitat. Die weitere Such ergab, dass es nicht nur eine Stelle ohne Quellennachweis gibt. Und so nahm alles seinen Anfang und seinen Lauf. Über persönliche Kontakte landet die Information bei der Suddeutschen Zeitung. Hier ist man zunächst vorsichtig und prüft die Vorwürfe bzw. lässt sie prüfen. Doch die Meldung ist wasserdicht. In der Arbeit ist munter abgeschrieben und aus anderen texten übernommen worden ohne Quellenangaben und ordnungsgemäßes Zitieren. Die Doktorarbeit ist ein Plagiat!</p>
<p>Bei der Süddeutschen Zeitung zeigt man sich erst einmal unaufgeregt und diese Gelassenheit findet sich auch seitens Guttenberg, der auf die Vorwürfe angesprochen wird. Die Presse stuft den Artikel mit mittlerer Priorität ein. Die Online-Medien reagieren dennoch schnell, flächendeckend und offensiv. Dies ist keine Randnotiz, diese Meldung hat auch politische Brisanz.</p>
<p>Guttenberg gibt sich gelassen und verspricht bei einer Neuauflage Korrekturen, dementiert dabei aber die Mitarbeit des Wissenschaftlichen Dienstes der Bundestagsverwaltung. Diese Mitarbeiter erstellen Dossiers für die Abgeordneten zu allen möglichen Fragestellungen, sind aber nicht Zuarbeiter für Doktorarbeiten.</p>
<p>Diese Erklärung sehen die Autoren als ersten Fehler an. Denn nun hat er Stellung bezogen und Aussagen getätigt, die er nicht mehr zurücknehmen kann.</p>
<p>Die Internetgemeinde springt nun an und zeigt auf einer eigenen Plattform auf, dass die Arbeit zum größten Teil nicht aus der Feder Guttenbergs stammt. Die Aussage, dass es sich um ein paar Zitierfehler handele, ist nicht aufrecht zu halten.</p>
<p>Die Politik reagiert noch mit Zurückhaltung. Kanzlerin Merkel ist „interessiert“, mehr aber nicht. Auch Seehofer reagiert noch nicht. Alle scheinen diesen Meldungen noch keine weitere Bedeutung zumessen zu wollen.</p>
<p>Doch die Dynamik des Netzes und auch der anderen Medien scheint unterschätzt worden zu sein. Es baut sich immer mehr Druck auf.<br />
Guttenberg, der Saubermann unter den Politikern, der straighte Karrierist, der Mann, der die Bundeswehr umstrukturieren will und wohl auch gute Chancen hat, dies zu erreichen, beginnt zu wanken.</p>
<p>Wer ist nun dieser Karl-Theodor zu Guttenberg? Die beiden Autoren stellen ihn als schonungslosen Chef dar, der seine Untergebenen bei Fehlern sofort fallen lässt und sich nicht vor sich stellt. (S. 40ff). Er scheint nach außen – bislang – ebenso mit sich umzugehen. Fehler werde nicht toleriert. Er gerät nicht in den Geruch der Vetternwirtschaft. Niemand wirft ihm Korruption oder Amtsmissbrauch vor, niemand Bereicherung oder Fehler in seiner Amtsführung als Minister. Die Autoren finden, dass dies für ein mögliches Comeback noch einmal wichtig werden kann.</p>
<p>Guttenberg gerät aber nun so unter Druck, dass er auf das Tragen des Doktor-Titels zunächst verzichten will. Inzwischen beschäftigt sich seine Universität mit den Vorwürfen. Sie hat zwei Fragen zu klären. Ist die Arbeit wirklich ein Plagiat. Hat Guttenberg nur schlampig gearbeitet oder hat er versucht, zu betrügen. Ein weiteres Problem der Hochschule ist aber auch interessant: Wie konnte die Arbeit mit „summa cum laude“, also mit der Bestnote bewertet werden, wenn sie entweder schlampig erstellt oder ein Plagiat ist. Wie konnte sich der Doktorväter und auch der Zweitprüfer nur so irren. Der gesamte Wissenschaftsbetrieb gerät nun auch ins Rampenlicht und muss sich erklären. Kritik an der Gutgläubigkeit der Doktorväter kommt auf oder war es „nur“ Nachlässigkeit. Aber die Autoren nehmen den Doktorvater in Schutz, denn er hat sich von Guttenberg, seinem Charme und seinem Auftreten wohl blenden lassen und nicht selbst die Fehler gemacht. Nun denn, es bleibt dennoch peinlich.</p>
<p>Die Universität reagiert schnell. Schneller als es sonst üblich ist. Dem Minister wird der Doktortitel aberkannt, weil die Arbeit nicht den Anforderungen genügt. Was aber noch viel kritischer ist, dass Guttenberg Vorsatz vorgeworfen wird. Er habe also absichtlich betrogen.</p>
<p>Für zu Guttenberg ist dieses Urteil vernichtend. Es bedeutet, dass er mit Absicht schlecht gearbeitet hat. Dies hatte er ja immer bestritten. Er ist nun ein Täuscher und hat die ganze Zeit seine Verfehlungen nicht zugegeben, sondern immer betont, dass es seine Arbeit, zwar mit wissenschaftlichen Mängeln, aber eben sein geistiges Eigentum ist. Nun gibt es kein Zurück mehr. Seine Glaubwürdigkeit ist dahin. Wie soll so ein Minister Bestand haben. Merkel bittet zum Gespräch!<br />
Am nächsten Tag tritt zu Guttenberg zurück.</p>
<p>Interessant ist aber die Frage, warum er als Minister zurückgetreten ist, obwohl Volkes Meinung, sogar die der BILD-Zeitung, immer noch für ihn war. Auch nachdem er den Dr. abgegeben bzw. aberkannt bekommen hat. Mit A. Merkels Aussage, dass sie keinen wissenschaftlichen Assistenten berufen habe, sondern einen Verteidigungsminister beginnt der Prozess hin zur Abdankung.</p>
<p>Doch zu Guttenberg scheint nur die Spitze des Eisbergs zu sein: Silvana Koch-Mehrin, Jorgo Chatzimarkakis, Matthias Pröfrock und selbst der Kultusminister Bernd Althusmann rücken ins Rampenlicht. Während die ersten drei Kandidaten ihren „Dr.“ verlieren, kommt Althusmann mit einem blauen Auge davon. Ihm wird einfach nur Schlampigkeit und schlechte Arbeit nachgewiesen. Er darf seinen Titel weiter tragen.<br />
Aber die Suche geht weiter und nicht immer sind es Spitzenpolitiker, die geschummelt oder getäuscht haben. Die Online-Plattformen suchen weiter.</p>
<p>Fazit: Für die Wissenschaft ist die Doktor-Arbeit von zu Guttenberg ein Betrug, für die Politik ist er als Minister nicht tragbar, aber aus Sicht der Justiz ist Guttenberg kein Schwerverbrecher.<br />
„Guttenberg hat in dem Skandal viel verloren. Dennoch steht er weiterhin erstaunlich gut da.“ (S. 177)</p>
<p>Die Autoren Preuß und Schultz zeichnen die Chronologie des Fall Guttenbergs minutiös nach. Doch das ist nur die eine Hälfte des Buches. Sie versuchen auch, die Affäre zu bewerten und in den aktuellen Kontext von Politik und Gesellschaft zu bringen. Politiker waren in Deutschland immer wieder in Affären verstrickt, doch in der Zeit des Internets wird es immer einfacher und es geht schneller, Informationen darüber zu verbreiten. Politiker haben heute nicht mehr das Ansehen wie vor 50 Jahren. Was den Autoren allerdings nicht gelingt, ist eine Charakteranalyse des Menschen Karl-Theodor zu Guttenberg. Hier wird nur ein wenig an der Oberfläche gekratzt. Die Einordnung und der Vergleich mit anderen Skandalen gelingen aber ganz gut. Das Buch ist auf alle Fälle eine gute Dokumentation des Ablaufs vom ersten Verdacht an der bis zum Rücktritt des Ministers. Hervorzuheben ist hier auch der Abdruck der wichtigsten Dokumente der Affäre.</p>
<p>Das Buch ist in seinem flotten Stil geschrieben und leicht zu lesen, bisweilen ist die Schreibe vielleicht ein wenig zu beschwingt. Es ist keine wissenschaftliche Arbeit, wie die Autoren extra betonen, doch es gibt eine Menge an gut recherchierten Anmerkungen. Die Autoren beziehen Stellung und vertreten ihre Meinung, aber dies ohne erhobenen ideologischen Zeigefinger und recht sachlich.</p>
<p>*</p>
<p>Die Autoren:<br />
<strong>Roland Preuß</strong>. Jahrgang 1973. Er studierte Geschichte, Philosophie und Volkswirtschaft. Seit 2005 Politik-Redakteur der Süddeutschen Zeitung.<br />
<strong>Tanjev Schultz</strong>. Jahrgang 1974. Promotion an der Universität Bremen in Politikwissenschaft. Redakteur mit Schwerpunkt Bildungspolitik bei der Süddeutschen Zeitung.</p>
<p>Das Buch erscheint in <a href="http://www.guetersloher-verlagshaus.de/" target="_blank">Gütersloher Verlagshaus</a></p>
<p>Bestellt werden kann es über</p>
<p><a href="http://www.randomhouse.de/Buch/Guttenbergs-Fall-Der-Skandal-und-seine-Folgen-fuer-Politik-und-Gesellschaft/Roland-Preuss/e399820.rhd?edi=399820">http://www.randomhouse.de/Buch/Guttenbergs-Fall-Der-Skandal-und-seine-Folgen-fuer-Politik-und-Gesellschaft/Roland-Preuss/e399820.rhd?edi=399820</a></p>
<p>Das Lese-Exemplar wurde über  <a href="http://www.bloggdeinbuch.de/">http://www.bloggdeinbuch.de/</a> zur Verfügung gestellt.<strong>Similar Posts:</strong>
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		<title>Andreas Eschbach – Herr aller Dinge</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 12:13:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchbesprechung]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Eschbach]]></category>
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		<description><![CDATA[„Herr aller Dinge“ heißt der neue Roman von Eschbach und beginnt zwar in der Kindheit der zwei Protagonisten, ist aber bei weitem kein Jugendroman. „Ich weiß, wie man es machen muss, damit alle Menschen reich sind.“ Mit dieser Aussage konfrontiert der Junge Hiroshi Kato seine Freundin Charlotte Malroux zu Beginn des Romans. Dieses Vorhaben zieht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasistmeinblog.de/wp-content/uploads/2011/12/Andreas-Eschbach-Herr-aller-Dinge1.jpg"><img src="http://www.dasistmeinblog.de/wp-content/uploads/2011/12/Andreas-Eschbach-Herr-aller-Dinge1-187x300.jpg" alt="" title="Andreas Eschbach Herr aller Dinge" width="187" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-6686" /></a>„Herr aller Dinge“ heißt der neue Roman von Eschbach und beginnt zwar in der Kindheit der zwei Protagonisten, ist aber bei weitem kein Jugendroman.</p>
<p>„Ich weiß, wie man es machen muss, damit alle Menschen reich sind.“ Mit dieser Aussage konfrontiert der Junge Hiroshi Kato seine Freundin Charlotte Malroux zu Beginn des Romans. Dieses Vorhaben zieht sich durch das gesamte Buch.</p>
<p>Hiroshi ist der Sohn einer alleinerziehenden Japanerin, die im Haushalt des französischen Botschafters angestellt ist. Charlotte ist die Tochter des Diplomaten und kennt deshalb schon einiges von der Welt, während ihr Freund noch nie weit gereist ist.</p>
<p>Gegensätzlicher könnte das soziale Umfeld der Kinder nicht sein. Hiroshi bastelt am liebsten an technischen Dingen herum, während die weltoffene Charlotte ihren Horizont immer erweitern möchte. Zwischen den beiden Kindern besteht dennoch eine Art Seelenverwandtschaft. Sie verstehen sich auch ohne Worte. Beide haben prägnante Fähigkeiten: Hiroshi sein angeborenes technisches Verständnis während Charlotte die Gabe hat, durch Berührung die Vergangenheit von Gegenständen vor ihrem geistigen Auge sehen kann. Besonders einschneidend ist für sie die Berührung eines uralten Messers in einer Klosteranlage.  Dieses Geheimnis vertraut sie nur ihrem Freund als einzigen Menschen an.<span id="more-6683"></span></p>
<p>Die beiden verlieren sich dann aus den Augen. Hiroshi studiert schließlich in Boston  am MIT. Seine Idee, alle Menschen reich zu machen, hat er nicht vergessen und so widmet er sich der Robotik und beschäftigt sich mit Nanomaschinen. Mit einigen Erfindungen hat er schon während des Studiums etwas Wohlstand erreicht. Charlotte studiert quasi um die Ecke in Harvard Anthropologie und beschäftigt sich immer mehr mit Präanthropologie, was auch auf ihre Begabung zurückzuführen ist.</p>
<p>Auf einer Studentenparty laufen sich die beiden wieder über den Weg. Charlotte ist inzwischen mit einem reichen Unternehmersohn liiert. Dennoch kommt es zu einer Liebesnacht, die aber beide nicht glücklich macht. Charlottes Beziehung geht in die Brüche und ihr Studium macht für sie keinen rechten Sinn mehr.</p>
<p>Hiroshi kann für einen Großkonzern an seinem Nanoroboter-Projekt arbeiten und hat erste Erfolge. Begeistert zeigt er Charlotte die Ergebnisse.</p>
<p>Doch die Wege trennen sich wieder. Charlotte ist immer überzeugter davon, dass es vor der jetzigen Menschheit bereits andere Zivilisationen gegeben haben muss. Und so nimmt sie an einer Expedition auf eine eisige Insel teil, um diese Theorie zu bestätigen. Diese arktische Insel birgt aber ein tödliches Geheimnis. Unter einem Gletscher ist ein Mechanismus verborgen, der sie an Hiroshis Maschinen erinnert. Eine Rakete startet ins All und die scheinbar außerirdischen Geräte trachten den Expeditionsteilnehmern nach dem Leben, doch Charlotte und drei weitere können der Insel entkommen und werden von einem Großaufgebot  von sowjetischen und amerikanischen Schiffen aus dem eisigen Meer gefischt, denn der Raketenstart blieb nicht unbeobachtet. Charlotte kann die führenden Militärs überzeugen, dass Hiroshi als Experte hinzugerufen wird, denn die selbstreproduzierenden Nanoroboter breiten sich immer weiter aus.</p>
<p>Hiroshi kann diesen Prozess stoppen. Dies bleibt aber nicht ohne weitreichende Folgen für ihn. Doch er scheint einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Realisierung seiner Vision gehen zu können. Er zieht sich in ein Haus fernab der Zivilisation zurück und forscht weiter an seinen Nanorobotern. Eine Anzahl der vermeintlich außerirdischen  Objekte von der Insel helfen ihm dabei. Er sieht nun wirklich die Chance, seinen Traum von Reichtum und Zufriedenheit für alle Menschen in greifbarer Nähe, doch alles kommt anders…</p>
<p>Andreas Eschbach hat mit diesem Roman einen echten Science Fiction-Roman vorgelegt, der vor Ideen nur so strotzt, der vielleicht schon zu viele Ideen in sich vereint. Interessant ist die Theorie der verschwundenen vormenschlichen Kulturen. Besonders eindrucksvoll ist hier, als Charlotte Hiroshi zeigt, wie sich Zeiträume darstellen.</p>
<p>Ein anderes großes Thema ist die Nanotechnologie. Hiroshi ist hier der Meister, der „Herr aller Dinge“. Interessant die Vorstellung, was alles möglich wäre.</p>
<p>Der Roman ist aber auch eine spannende Geschichte. Fesselnd sind die Akteure dargestellt, was sie bewegt, was sie antreibt. Einige (Neben-)Figuren sind allerdings ein wenig schematisch aufgebaut. Da gibt es den reichen Sonnyboy, der sich auf alles Weibliche stürzt. Es gibt den weisen Weltkonzerninhaber, der nicht nur an Profit denkt, sondern jungen Menschen eine Chance geben möchte.</p>
<p>Durch das gesamte Buch zieht sich aber auch die Beziehung von Hiroshi und Charlotte. Aus der Sandkastenfreundschaft wird nie wirklich eine Jugendliebe oder gar ein erwachsenes Zusammensein. Sie können nicht zueinander finden, da immer irgendetwas oder irgendjemand dazwischen steht. Erst zu spät erkennen die beiden, was sie füreinander empfinden.</p>
<p>Andreas Eschbach baut auch wieder (wie schon in seinem Roman „Eine Billion Dollar“) eine kritische Betrachtung der heutigen Ökonomie ein. Es stellt schon der junge Hiroshi fest, dass die reichen Leute die armen Leute benötigen, damit diese die Arbeit erledigen. „Es gehe, was Reichtum anbelange, in Wirklichkeit gar nicht um <em>Geld, </em>wie alle immer dachten. Es ging darum, wer die <em>Arbeit </em>tat!“</p>
<p><iframe style="width: 120px; height: 240px;" src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=ankeshunde-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;asins=3785724292&amp;ref=qf_sp_asin_til&amp;fc1=000000&amp;IS2=1&amp;lt1=_top&amp;m=amazon&amp;lc1=0000FF&amp;bc1=FFFFFF&amp;bg1=FFFFFF&amp;f=ifr" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" width="320" height="240"></iframe></p>
<p>„Herr aller Dinge“ kann auf verschiedenste Weise gelesen werden. Es ist ein SF-Roman,  es ist ein Entwicklungsroman um die beiden Protagonisten Hiroshi und Charlotte und es ist eine spannende Action-Geschichte, fast schon ein Thriller. Der SF-Roman mit seinen Ideen um Nanotechnologie und den Denkansätzen der verschwundenen alten Zivilisationen und die Beziehungsgeschichte des so ungleichen Paares sind die Pluspunkte des Buches. Die Action-Lastigkeit auch gerade zum Ende hin fällt dagegen etwas ab. Die vielen verarbeiteten Ideen machen das Buch zu einer fesselnden Lektüre und damit zu einem Highlight der Phantastik im Jahr 2011. Absolut lesenswert!<strong>Similar Posts:</strong>
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		<title>Diskussionsrunde 50 Jahre Perry Rhodan im Lokalfernsehen Oeins</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 07:47:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Beim Oldenburger Lokalsender Oeins war ich Teilnehmer an einer Diskussionsrunde zu &#8220;50 Jahre Perry Rhodan&#8221;. Mit dabei die beiden Historiker Dr. Joachim Tautz und Dr. Gerhard Wiechmann. Die Diskussionsleitung hatte Maik Nolte. Es geht um 50 Jahre Perry Rhodan an sich, um Heftromane, um Fans und um die Verbindung von Perry Rhodan zur Stadt Oldenburg. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Oldenburger Lokalsender Oeins war ich Teilnehmer an einer Diskussionsrunde zu &#8220;50 Jahre Perry Rhodan&#8221;. Mit dabei die beiden Historiker Dr. Joachim Tautz und Dr. Gerhard Wiechmann. Die Diskussionsleitung hatte Maik Nolte. Es geht um 50 Jahre Perry Rhodan an sich, um Heftromane, um Fans und um die Verbindung von Perry Rhodan zur Stadt Oldenburg.</p>
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		<title>Jan Brandt &#8211; Gegen die Welt</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 06:33:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jan Brandt &#8211; Gegen die Welt, 928 Seiten, Hardcover, Dumont, ISBN 978-3-8321-9628-8 Daniel Kuper, Sohn eines Drogisten, wohnt in dem scheinbar beschaulichen (fiktiven) ostfriesischen Dorf Jericho. Doch der Name ist Programm: wie in der biblischen Geschichte wird die Idylle des Dorfes zwar nicht durch Posaunen, doch durch Heavy Metal, Kornkreise und Hakenkreuze massiv gestört. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasistmeinblog.de/wp-content/uploads/2011/10/gegen-die-welt.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-6614" title="gegen die welt" src="http://www.dasistmeinblog.de/wp-content/uploads/2011/10/gegen-die-welt-190x300.jpg" alt="" width="190" height="300" /></a><strong>Jan Brandt &#8211; Gegen die Welt, 928 Seiten, Hardcover, <a href="http://www.dumont-buchverlag.de/" target="_blank">Dumont</a>, ISBN 978-3-8321-9628-8</strong></p>
<p>Daniel Kuper, Sohn eines Drogisten, wohnt in dem scheinbar beschaulichen (fiktiven) ostfriesischen Dorf Jericho. Doch der Name ist Programm: wie in der biblischen Geschichte wird die Idylle des Dorfes zwar nicht durch Posaunen, doch durch Heavy Metal, Kornkreise und Hakenkreuze massiv gestört.<br />
Der Roman ist ein Heimatroman; das Lokalkolorit wird so dargestellt, dass ein Ostfriese sich sofort zurechtfindet. Sonntags gibt es Snirtjebraten mit Rotkohl, der Bekleidungshändler ist ein „Plünnenrieter“ (Lumpenreißer), der Lebensmittelhändler ist ein Kluntjeknieper (Kandiskneifer) und der Postbote heißt „Postlooper“ (Postläufer). Für Nicht-Ostfriesen ist es halt reine Exotik.<br />
<span id="more-6613"></span><br />
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<p>// ]]&gt;</script><br />
Im Dorf scheint alles seinen bedächtigen Gang zu gehen. Wie schon hunderte Jahre zuvor gibt es gepflegte Traditionen. Der Männergesangverein und der Skatclub sind die kulturellen Highlights. Sonntags trifft man sich vormittags zum Frühschoppen und nachmittags zum Tee. Jeder spielt in diesem Dorftheater die Rolle, in die er hineingeboren worden ist.<br />
Doch im Dorf ist nichts so wie es scheint. Hinter der ländlichen Fassade brodelt es gewaltig. Der Drogist legt alles flach, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Der Bauunternehmer macht seine eigene Politik. Geschäfte müssen wegen der Konkurrenz der Ketten schließen. Die Beschaulichkeit beginnt zu bröckeln und hinter den Masken zeigen sich die wahren Gesichter. Die meisten Menschen sind nicht auf die neue Zeit vorbereitet. Wie sollten sie auch, es hat ihnen niemand beigebracht. Und so versuchen alle, so lange wir irgend möglich, das Alte zu bewahren.<br />
In diesen Umbruch wird Daniel hineingeboren. Schon bald bemerkt er, dass die Dorfbewohner zwar gegen den Wechsel ankämpfen, diesen aber nicht aufhalten können. Er selbst hat es mit seiner überbordenden Phantasie schwer, seinen Platz in der Gemeinschaft zu finden. Daniel ist Science Fiction-Fan. Die Abenteuer von PERRY RHODAN animieren ihn zu Tagträumen, in denen er der Superheld mit der Strahlenpistole ist. Als kosmischer Agent muss er an schwierigen Missionen teilnehmen.<br />
Mit einigen Gleichaltrigen entdeckt er den Heavy Metal und tritt sogar mit einer Band auf, die sich nach dem ersten Gig in der Schule sogleich wieder auflöst, da das Publikum in Jericho keinerlei Verständnis für diese Art von Musik zeigen möchte.<br />
In Jericho kommt es zu einer Reihe von unerklärlichen Ereignissen. Daniel Kuper kommt blutüberströmt nach der Schule nach Hause und kann sich an nichts erinnern. Er ist in einem Kornkreis wieder zu Bewusstsein gekommen. Dieser Vorfall wird zu einem großen Presserummel. Ein Freund wird vom Zug erfasst und überall im Dorf tauchen Hakenkreuze an den Wänden auf, die trotz Entfernung mit Nitroverdünnung nachts wieder zu leuchten beginnen. Dadurch wird Jericho zum Wallfahrtsort für Neonazis. In all die Geschehnisse schient Daniel verwickelt zu sein. Die Dorfbewohner sehen in ihm den Schuldigen und beginnen auch seine Familie zu ächten. Seine Mutter kommt damit noch gut zurecht, doch sein Vater scheint innerlich zu zerbrechen.<br />
Auch Daniel muss schließlich seinen Kampf gegen das Dorf und deren Bewohner verlieren.<br />
Das Buch ist nicht nur wegen seines Umfangs von über 900 Seiten ein gewaltiges Stück Literatur. Der Autor weiß zu erzählen, wo erzählt werden muss und setzt brillante Dialoge ein, wo die Figuren miteinander sprechen müssen. Auch bei längeren Zwiegesprächen kommt er dennoch immer auf den Punkt. Vor dem Auge des Lesers erwachen die Personen zum Leben. Die Charakterisierung ist messerscharf.<br />
Auch formal weißt das Buch eine Füller von innovativen Ideen auf. Schon der Buchdeckelt ist eine Collage der Popkultur: Hunderte von Begriffen aus dem Roman sind auf dem rot-braunen Einband abgedruckt.<br />
Der Roman beginnt mit einem Faksimile (Maschine mit handschriftlichen Anmerkungen) eines Schreibens an Gerhard Schröder, in dem vor der Weltübernahme der außerirdischen „Plutonier“ am 09.09. 1999 gewarnt wird. Wobei die Plutonier nicht vom Planeten Pluto kommen, sondern zufällig diese Bezeichnung tragen.<br />
Ab Seite 214 teilt sich die Handlung für gut 150 Seiten. Dies auch optisch. Zwei Geschichten werden parallel erzählt. Die Seite wird durch einen Doppelstrich in eine obere und untere Hälfte getrennt.<br />
Beeindruckend sind auch die Passagen, wo Daniel aus einer Bewusstlosigkeit erwacht: Hier ist der Druck zunächst schwach, fast nicht zu lesen und wird immer schwärzer, bis ein normales Druckbild entsteht.<br />
Der Roman ist ein Heimatroman und doch keiner. Er beschreibt den Weg eines Dorfes in die Neuzeit. Dieser Umbruch fand überall in Deutschland statt, nicht nur in Ostfriesland. Manchen Menschen ist es gelungen, ihn zu mitzugehen, manche scheitern und der Zug ist für diese abgefahren (Züge spielen übrigens auch eine große Rolle im Roman).<br />
Als Erstlingswerk überrascht „Gegen die Welt“. Der Roman nimmt den Leser auf der ersten Seite gefangenen und entlässt ihn erst wieder auf der letzten Seite in die Freiheit. „Gegen die Welt“ hat trotz der Länge keine Längen und das will in der heutigen Literatur schon etwas heißen. Neun Jahre soll der Autor an dem Werk geschrieben haben. Es hat sich gelohnt, denn nun dürfen wir den Roman lesen, was jeder – wirklich jeder – sich vornehmen sollte.<br />
Jan Brandt, geboren 1974 in Leer (Ostfriesland), studierte Geschichte und Literaturwissenschaft in Köln, London und Berlin und besuchte die Deutsche Journalistenschule in München. Seine Erzählungen sind in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und im WOCHENENDE der Süddeutschen Zeitung erschienen.</p>
<p>Das Buch kann hier bestellt werden:</p>
<p><a href="http://www.dumont-buchverlag.de/buch/Jan_Brandt_Gegen_die_Welt/9016">http://www.dumont-buchverlag.de/buch/Jan_Brandt_Gegen_die_Welt/9016</a></p>
<p>Das buch wurde über  <a href="http://www.bloggdeinbuch.de/">http://www.bloggdeinbuch.de/</a> zur Verfügung gestellt.<strong>Similar Posts:</strong>
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		<title>KIBUM entführt in fantastische Welten</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 10:41:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchbesprechung]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Oldenburger Kinder-Buchmesse (KIBUM) steht dieses Jahr unter dem Zeichen der Phantastik. Es dreht sich also alles um phantastische Kinderbücher. Die KIBUM präsentiert mit ihrer diesjährigen Auflage in sorgfältiger Auswahl herausragende fantastische Bücher. Aber auch Piraten dürfen nicht fehlen. Ein Schwerpunkt liegt weiter auf der Bilder(buch)-Ausstellung: „Wirklich fantastisch!“. Dazu gibt es die Ausstellung „SchWellengänge“. Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasistmeinblog.de/wp-content/uploads/2011/09/kibum-2011.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-6540" title="kibum 2011" src="http://www.dasistmeinblog.de/wp-content/uploads/2011/09/kibum-2011.jpg" alt="" width="255" height="360" /></a>Die Oldenburger Kinder-Buchmesse (KIBUM) steht dieses Jahr unter dem Zeichen der Phantastik. Es dreht sich also alles um phantastische Kinderbücher. Die KIBUM präsentiert mit ihrer diesjährigen Auflage in sorgfältiger Auswahl herausragende fantastische Bücher. Aber auch Piraten dürfen nicht fehlen. Ein Schwerpunkt liegt weiter auf der Bilder(buch)-Ausstellung: „Wirklich fantastisch!“.</p>
<p>Dazu gibt es die Ausstellung „SchWellengänge“. Sie wurde von Studierenden unter Anleitung der Dozenten und Dozentinnen Thomas Robbers, Uwe Schwagmeier und Sabine Wallach erarbeitet und beschäftigt sich mit den spannungsvollen und dunklen Seiten der Fantastik.</p>
<p>Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 6. November, 11.15 Uhr, in den Räumen der Artothek, Peterstraße 1. Der Frankfurter Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Hans-Heino Ewers hält den Eröffnungsvortrag „Heißgeliebt und scharf verurteilt. Fantasy im Streit der Meinungen“.</p>
<p>Die KIBUM öffnet ihrer Tore am 05. November. Bis zum 15. November haben dann kleine und junggebliebene Leseratten im Kulturzentrum PFL in der Peterstrasse 3 in Oldenburg die Möglichkeit, sich rund um das phantastische Kinderbuch zu informieren.</p>
<p>Werkstags ist die KIBUM vom 8:30 bis 19:00 Uhr geöffnet. Sonnabends und sonntags werden die Türen ab 10:00 Uhr geöffnet und bleiben dann ebenfalls bis 19:00 Uhr offen.<strong>Similar Posts:</strong>
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		<title>Der Verlobte – Vom Heucheln und Meucheln von Christine Sylvester</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 10:51:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchbesprechung]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Verlobte – Vom Heucheln und Meucheln von Christine Sylvester. Sutton Krimi. Sutton-Verlag. 2011. ISBN: 978-3-86680-757-0 Der Krimi beginnt klassisch mit einem Familientreffen, an dem Tillmann Förster erstmalig die Verwandten seiner neuen Freundin Lilly kennenlernen soll. Wie in einem englischen Kriminalfilm gibt es den großväterlichen Patriarchen nebst Gattin und eine Vielzahl von weiteren engeren Verwandten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dasistmeinblog.de/wp-content/uploads/2011/08/der_verlobte_978-3-86680-757-0.jpg"><img src="http://www.dasistmeinblog.de/wp-content/uploads/2011/08/der_verlobte_978-3-86680-757-0.jpg" alt="" title="Der Verlobte" width="180" height="284" class="alignleft size-full wp-image-6465" /></a>Der Verlobte – Vom Heucheln und Meucheln von Christine Sylvester. Sutton Krimi. <a href="http://www.sutton-belletristik.de/" target="_blank">Sutton-Verlag</a>. 2011. ISBN: 978-3-86680-757-0</p>
<p>Der Krimi beginnt klassisch mit einem Familientreffen, an dem Tillmann Förster erstmalig die Verwandten seiner neuen Freundin Lilly kennenlernen soll. Wie in einem englischen Kriminalfilm gibt es den großväterlichen Patriarchen nebst Gattin und eine Vielzahl von weiteren engeren Verwandten. Es treten natürlich auch die alkoholsüchtige Mutter, die demente Großmutter und der missratene Neffe auf.<br />
Andeutungen werden gemacht über eine Entführung des Neffen Ludger, der nach einer misslungenen Lösegeldübergabe vor zehn Jahren spurlos verschwunden ist. Für ihn wird immer noch an der Tafel eingedeckt.<br />
Dann beginnt das Grauen. Eine Enkelin wird erwürgt, ein weiteres Familienmitglied ertrinkt in der Badewanne und Fritz verunglückt bei einem Autounfall als er seine Frau abholen will.<br />
<span id="more-6464"></span><br />
Mysteriöse Briefe mit Sprüchen, die zu den Todesarten passen liegen auf dem Esszimmertisch. Die Familie scheint von diesen Ereignissen aber nicht wirklich betroffen zu sein und auch Lilly gibt sich seltsam unbeteiligt.<br />
Tillmann erkennt schnell, dass hier einiges nicht mit rechten Dingen zugeht. Das Motorrad, mit dem Bert zur Unfallstelle gefahren ist, hat einen kalten Auspuff. Lilly verlässt nachts das Bett und geistert durch das Haus.<br />
Schließlich taucht der verschwundene Ludger auf und bedroht die Gesellschaft. Er wirft allen vor, dass die Beteiligten die Geiselnahme mit Absicht haben scheitern lassen…<br />
Was zuerst wie ein konservativer Krimi beginnt, wird zum Ende hin eine spannende Geschichte mit einigen nicht vorhersehbaren Überraschungen. Die Ereignisse überschlagen sich auf den letzten 30 Seiten. Mehr wird aber nicht verraten!<br />
Ein lesenswerter Krimi, der mit Sprachwitz, Ironie und Augenzwinkern unterhaltsam erzählt wird. So heißen die beiden Doggen, die das Anwesen bewachen, z.B. Hänsel und Gretel. Es gibt eine „Suppenstille“. Das ist das Schweigen beim Löffeln der Suppe. Die Geschichte macht richtig Spaß und wird auch Nicht-Krimi-Lesern sicher gut gefallen. Mit einem Umfang von knapp 113 Seiten ist es keine Kurzgeschichte, hat aber auch nicht die oft erlebbare Langatmigkeit von großen Romanen, sondern ist in einem erfrischend schnellen Stil geschrieben.<br />
Die Autorin Christine Sylvester ist Diplomjournalistin, Mutter zweier Kinder und lebt als Dosenöffnerin eines Schäferhundes in Dresden. Neben drei Dresden-Krimis um die Kommissarin Lale Peterssen hat sie sich bereits mit preisgekrönten Kurzkrimis einen Namen gemacht.</p>
<p>Das Buch kann über die <a href="http://www.sutton-belletristik.de/buch/der_verlobte_978-3-86680-757-0.html" target="_blank">Seiten des Verlags</a> bestellt werden.</p>
<p>Das Buch wurde über <a href="http://www.bloggdeinbuch.de/">http://www.bloggdeinbuch.de/</a> zur Verfügung gestellt. Danke schön!<strong>Similar Posts:</strong>
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